Insgesamt 15 Umweltverbände und die beiden niederländischen Provinzen Zeeland und Nord-Brabant haben ein neues Verfahren gegen die Genehmigung des Baus eines neuen Ethancracker des britischen Chemiekonzerns Ineos im Hafen von Antwerpen auf den Weg gebracht.
Antwerpen: Umweltverbände und niederländische Provinzen bringen neue Verfahren gegen den Ineos-Ethancracker auf den Weg
Mit einem Ethancracker wird Basismaterial für die Herstellung verschiedenster Plastikprodukte produziert. Doch dabei werden Schadstoffe in die Atmosphäre abgegeben. Kürzlich erst hatte die flämische Landesregierung für den Bau einer neuen Anlage eine Umweltgenehmigung erteilt, nach dem ein erster Vorstoß in diese Richtung von Umweltverbänden verhindert wurde.
Doch jetzt wird ein Verfahren auch gegen diese Genehmigung lanciert. Zwar schreibt die flämische Genehmigung Ineos vor, binnen 10 Jahren klimaneutral zu sein, doch das Reicht den Gegnern des Milliarden-Projekts nicht. Noch immer melden sie Bedenken an, weil die Auswirkungen des Schadstoffausstoßes auf Umwelt und Mensch nicht ausreichend Untersucht worden seien.
Neben den 15 Umweltverbänden aus Belgien haben auch die beiden niederländischen Provinzen Zeeland und Nord-Brabant ein neues Verfahren gegen den Ethancracker auf den Weg gebracht. Sie führen ähnliche Bedenken gegen das Projekt an, wie die Umweltschützer. Ein Urteil in diesen beiden Verfahren kann lange auf sich warten lassen. Derweil gehen die Bauarbeiten für den Ethancracker unvermittelt weiter.
