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Inland
Justiz

Wieder Schüsse in Brüssel mit einem Verletzten - Missglückte Entführung?

In der Brüsseler Gemeinde Vorst, genauer in der Victor Rousselaan im Viertel „Altitude 100“, ist am Montagabend ein Mann angeschossen worden. Die Schüsse fielen gegen 21 Uhr am Abend. Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich mit Kommentaren zurück. Ein Anwohner filmte die Tat mit seinem Handy (Video unten). 

Andreas Kockartz
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Die Schießerei fand im Viertel „Altitude 100“ statt, dem Dreieck zwischen Alsembergsesteenweg, dem Dudenpark und dem Park von Vorst. Das Opfer wartete offenbar an einer Bushaltestelle auf den ÖPNV, als zwei Männer aus einem Auto stiegen und versuchten, ihn in den Wagen zu zerren.

Dabei wurde der Mann offenbar einige Male geschlagen. Als sich erwies, dass es nicht gelang, die Person in das Auto zu schaffen, schoss ihm einer der zwei Verdächtigen zweimal ins Bein.

Danach schlugen die Verdächtigen noch mehrmals auf ihr Opfer ein, flüchteten aber, weil die inzwischen alarmierte Polizei anrückte. Das Opfer soll nicht in Lebensgefahr sein. Die genauen Umstände dieses Vorfalls sind noch unklar, doch die Polizei und die Brüsseler Staatsanwaltschaft halten sich mit Kommentaren und Details zurück.

Seit einigen Tagen registrieren Polizei und Justiz Schießereien in der belgischen Hauptstadt, bei denen inzwischen mehrere Personen verletzt und eine getötet wurden. Offenbar wütet in Brüssel gerade ein Revierkrieg zwischen mehreren Drogenbanden. 

Am Vormittag wurde das Fahrzeug der Täter entdeckt und zwar unweit des Tatorts in Vorst. Inzwischen laufen die Ermittlungen auf vollen Touren und die Frage lautet, ob dieser Vorfall in Zusammenhang mit den Schießereien in der vergangenen Woche steht.

Europol inventarisiert Drogenbanden

Catherine De Bolle, die belgische Leiterin von Europol, warnt inzwischen davor, dass immer mehr junge Menschen in die Drogenszenen abrutschen. Die Drogenbanden setzten immer mehr auch sehr junge Leute zu ihren kriminellen Zwecken ein.

Europol arbeitet nach Angaben von De Bolle gerade daran, die aktiven Drogenbanden in Europa zu inventarisieren. Bisher sind etwa 800 dieser Banden erfasst und identifiziert. Es sei wichtig, diese Banden zu inventarisieren, so die Europol-Chefin, denn viele von ihnen arbeiten über Grenzen hinweg - auch solche, die in Brüssel aktiv sind. 

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