Belgien bestellt nach dem Tod des Oppositionellen Alexei Nawalny den russischen Botschafter in Brüssel ein. Dies sagte Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) am Dienstagmorgen gegenüber VRT NWS. Unser Land fordert Aufklärung zu den Umständen, in denen Nawalny ums Leben kam. Unser Land verlangt genauso wie andere europäische Länder die Freigabe des Leichnams von Nawalny.
Premier De Croo zum Tod von Nawalny - Russlands Botschafter einbestellt
„Wir haben gestern (Montag, Red.) den russischen Botschafter wissen lassen, dass wir ihn einbestellen. Das wird heute (Dienstag, Red.) geschehen“, so Premier De Croo gegenüber dem VRT-Sender Radio 1. Belgien folgt damit dem Beispiel mehrerer EU-Länder, wie Frankreich, der Niederlande, Schweden, Deutschland, Spanien und der baltischen Staaten.
All diese Länder fordern gegenüber den russischen Botschaftern Deutlichkeit zu den Todesumständen Alexei Nawalnys und sie fordern zudem die Freigabe der Leiche des russischen Oppositionellen.
Am Montag empfing Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib (MR) am Rande der EU-Außenministerkonferenz in Brüssel auch Nawalnys Witwe Julija Nawalnaja (Foto unten). Im Rahmen dieser Konferenz wurde über zusätzliche Sanktionen gegenüber Russland als Reaktion auf den plötzlichen und ungeklärten Tod Nawalnys gesprochen.
