In einer Umfrage im Auftrag von mehreren Medien aus Flandern und der Wallonie sagen 20,4 % der Flamen, dass sie sich Bart De Wever von der nationaldemokratischen N-VA als Premierminister von Belgien wünschen. Der amtierende Premier, der flämische Liberale Alexander De Croo (Open VLD) hat dabei das Nachsehen und kommt hier auf Rang 2.
Wahlen '24: Die Flamen wünschen sich eher Bart De Wever als Alexander De Croo zum nächsten belgischen Premierminister
Aus der Umfrage von De Zondag, Knack, Le Vif, Trends, De Krant van Westvlaanderen und Kanaal Z gibt etwa jeder fünfte Flame Bart De Wever sein Vertrauen für das Amt des belgischen Premierministers. Premier Alexander De Croo folgt weit abgeschlagen mit 9,3 % der Stimmen, gefolgt von Tom Van Grieken von den flämischen Rechtsradikalen Vlaams Belang.
Das linke Spektrum macht die Top 5 dieser Umfrage voll: Der nach rassistischen Sprüchen zurückgetretene Vorsitzende der flämischen Sozialisten Vooruit, Conner Rousseau wird von 2,6 % der flämischen Wähler in diesem Amt bevorzugt und Raoul Hedebouw, der Vorsitzende der linksradikalen Arbeiterpartei PVDA, wäre in den Augen von 2,2 % der Wähler in Flandern der beste belgische Regierungschef.
Aber, aus dieser Umfrage geht auch hervor, dass 15 % der Wahlberechtigten in Flandern den Nationaldemokraten und Bürgermeister von Antwerpen, Bart De Wever, ausdrücklich nicht im Alt des belgischen Regierungschef sehen wollen.
Für die flämischen Liberalen Open VLD ist dies ein schlechtes Zeichen, zumal sie in den Umfragen derzeit besonders schlecht dastehen. „Vielleicht enden sie als kleinste Partei“, so Ewald Pironet, Seniorwriter des flämischen Wochenmagazins Knack: „Die Frage ist, ob De Croo die richtige Wahl für den folgenden Premier sein würde.“
