In der Nacht zum Sonntag sind in der belgischen Hauptstadt Brüssel erneut Schüsse gefallen. In der Gemeinde Schaarbeek in der Dokter Elie Lambottestraat wurde ein Mann durch einen Schuss ins Bein verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Nach einer Meldung der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ soll ein junger Mann kurz vor den Schüssen an mehreren Häusern geschellt haben, um Schutz zu suchen, doch die Leute verweigerten ihm dies aus Angst.
Das Opfer befindet sich nicht in Lebensgefahr. Ob auch diese Schießerei mit der Drogenproblematik in Brüssel zu tun hat, ist Bestand der Ermittlungen. Genaueres dazu teilte die Polizei nicht mit. Offenbar gehen die Ermittler aber von einem entsprechenden Link aus.
In der vergangenen Woche wurde die belgische Hauptstadt gleich mehrmals von Schießereien aufgeschreckt. Offenbar wütet in Brüssel derzeit ein Krieg zwischen verschiedenen Drogenbanden, die im ihre Reviere kämpfen.
Dabei kam am Mittwoch ein junger mutmaßlicher Drogendealer ums Leben und mehrere Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Diese Vorfälle fanden in der Gegend um das Marollen-Viertel und den Bahnhof Midi/Süd in der Gemeinde Sint-Gillies sowie in Anderlecht statt.
