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Für den Atomausstieg: Belgien plant den Bau von nuklearen Schmelzöfen

Angesichts des anstehenden Rückbaus der belgischen Kernkraftwerke im Zuge des Atomausstiegs, soll in unserem Land ein nuklearer Schmelzofen entstehen. In einer ersten Phase soll die Anlage zu Testzwecken dienen, doch mittelfristig soll hier Metall aus den AKW recycelt werden. 

Andreas Kockartz
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Nukleare Schmelzöfen verflüssigen Metall und trennen dieses von den radioaktiven Teilchen, die durch den jahrzehntelangen Kontakt damit mitunter verseucht bzw. verstrahlt sind. Weltweit existieren bisher nur drei solcher Schmelzöfen und zwar in den USA, in Deutschland und in Schweden. Doch diese Anlagen sind in ihrer Kapazität, um Radioaktivität von Metall zu trennen bzw. in der Art der Metalle, die sie verarbeiten können, eingeschränkt.

Das Kernforschungsinstitut SCK CEN in Mol bei Antwerpen soll den Bau von Anlagen, die mehr Kapazitäten haben, untersuchen und testen. In Belgien sollen mehr verschiedene Metalle in nuklearen Schmelzöfen recycelt werden können und man möchte auch hier einen höheren Grad von Radioaktivität in Metallen trennen.

In den kommenden Jahren werden europaweit dutzende Atomkraftwerke vom Netz genommen und zurückgebaut. Belgien erhofft sich mit den geplanten neuen nuklearen Schmelzöfen hier ein entsprechendes Geschäftsmodell und will deshalb hier Wegbereiter sein. 

Radioaktiv kontaminierte Metalle schmelzen und vom Strahlenmaterial trennen

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