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Belgien: Personen im Gleis und Unfälle am Bahnübergang sorgten 2023 täglich für 12 Stunden Verspätungen

Personen im Gleis und Unfälle an Bahnübergängen sorgten im vergangenen Jahr täglich für durchschnittlich 12 Stunden Verspätungen von Zügen. Dies teilten die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB und Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel mit. Jetzt wartet Infrabel mit einem weiteren Aktionsplan auf, der die Sicherheit und die Pünktlichkeit erhöhen soll. 

Andreas Kockartz
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„Wenn tatsächlich jemand über die Gleise läuft, wird der Zugverkehr auf der betreffenden Strecke sofort unterbrochen oder die Züge müssen im Schritttempo fahren. Passiert das zwischen Brüssel und Löwen, wo man vier Gleise hat, dann hat man einen Dominoeffekt. Das hat gigantisch große Auswirkungen auf den Bahnverkehr“, so Infrabel-Sprecher Frédéric Petit am Donnerstag gegenüber VRT NWS.

Im vergangenen Jahr registrierte die Bahn in Belgien 632 Meldungen zu Personen im Gleis und 31 Unfälle an Bahnübergängen. Dabei kamen 11 Personen ums Leben. Diese Zahlen mögen im Vergleich zu 2022 leicht rückläufig sein, doch die Vorfälle vom vergangenen Jahr verursachten mehr Verspätungen im Zugverkehr als im Vorjahr.

„Das hat alles damit zu tun, zu welcher Tageszeit das passiert - zur Stoßzeit am Morgen oder am Abend oder auch auf welcher Linie“, so Petit weiter. Und zu Unfällen mit Personenschaden kommuniziere man nicht, so der Infrabel-Sprecher: „Hier gab es eine Zunahme und auch dies hat schwere Folgen für den Bahnverkehr.“

Aktionsplan

Jetzt warten die Bahn bzw. Infrabel einmal mehr mit einem Aktionsplan gegen Störungen im Gleis durch Dritte auf. Sticker an den Schranken mit der Notrufnummer 1711 zur Meldung von Vorfällen und deutlich strahlende LED-Lichter an den Bahnübergängen sind die sichtbarsten Elemente des Aktionsplans.

Solche LED-Lichter an den Bahnschranken haben eine Wirkung auf das Fahrverhalten von Autofahrern, weil sie von weither sichtbar sind, gerade auch bei schlechten Sichtverhältnissen. Doch wird Infrabel in naher Zukunft weitere Bahnübergänge durch Brücken oder Tunnel ersetzen. In den vergangenen 20 Jahren konnten so 451 beschrankte Bahnübergänge abgeschafft werden.  

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