Landwirte blockieren seit den Morgenstunden am Donnerstag den Hafen von Gent. Mit dieser Aktion, die möglicherweise 24 Stunden dauert, wolle die Bauern Druck auf die laufenden Verhandlungen zwischen den Agrarverbänden und der flämischen Landesregierung ausüben. Hier hofft man noch am Donnerstag Antworten auf die Probleme der Bauern finden zu können.
Bauernproteste: LKW-Transport und Schifffahrt im Hafen von Gent blockiert - Verhandlungen mit der flämischen Regierung
Flanderns Landwirtschaftsminister Jo Brouns (CD&V) hofft, bei den Verhandlungen Antworten auf die zahlreichen Fragen der Bauern finden zu können: „Sie haben große Sorgen, was Agrarflächen, Stickstoff, Abbau der Mistmengen, Preispolitik und auch Verwaltungsdruck betrifft.
Größtes Problem scheint die Frage der landwirtschaftlichen Flächen zu sein, bzw. die Freihaltung von Teilflächen zur Naturentwicklung. Doch auch der Plan zum Abbau des Mistberges in Flandern und natürlich die Stickstoffregelung sorgen für hitzige Diskussionen – auch mit den Naturschutzverbänden.
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Keine Schifffahrt möglich
Seit etwa 8 Uhr am Donnerstagmorgen blockieren einige Traktoren die Hubbrücke in Zelzate im Genter Hafengebiet (1. Video oben). Das bedeutet, dass diese nicht angehoben werden kann, um Schiffe auf der Schelde passieren zu lassen. Johan Bresseleeers von North Sea Port bestätigte das gegenüber VRT NWS: „Die Schifffahrt im Bereich Gent liegt flach.“
Normalerweise passiert hier täglich rund ein Dutzend Hochseeschiffe diese Hubbrücke, um in den Hafen ein- oder auszulaufen. Die Schiffe, die jetzt noch im Hafen festmachen, können nicht mehr in Richtung Westerschelde auslaufen und hineinfahren kann auch keines mehr.
Hinzu kommt noch, dass die Bauern auch keine Lastwagen über die Brücke lassen. Nur noch der Personenverkehr darf passieren. Weitere Blockaden an Verkehrswegen befinden sich am Kreisverkehr „Cosmosrotonde“ an der Kennedylaan in Zelzate-Ost und an der „Turborotonde“ am großen „Euro-Silo“. Das bedeutet für den LKW-Verkehr bis auf weiteres Stillstand - auch für den Verkehr vom und zum Stahlwerk von ArcelorMittal und möglicherweise auch für Volvo.


