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Der Tatort: hier kam am frühen Morgen bei einer Schießerei eine Person ums Leben
Inland
Justiz

Tödliches Opfer bei erneuter Schießerei in der Brüsseler Gemeinde Sint-Gillis

Bei einer erneuten Schießerei in der Brüsseler Gemeinde Sint Gillis (fr.: Saint-Gilles) ist eine Person ums Leben gekommen. Dies kündigte Bürgermeister Jean Spinette im französischsprachigen Sender RTBF an und er bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur Belga und VRT NWS. Die Schießerei habe sich um 6 Uhr morgens in der Nähe des Jacques-Franck-Platzes (fr.: Place Jacques Franck) ereignet, wo auch schon gestern eine Schießerei unter Drogendealern stattgefunden hat.

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"Bei der Schießerei am gestrigen Abend ging es noch um Einschüchterung, heute sieht es eher nach einer Hinrichtung aus", sagte Spinette. "Die Bundespolizei ist am Tatort und führt die Ermittlungen durch."

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Dealer fühlen sich anscheinend unantastbar

Gestern wurde mit einer Kriegswaffe nur in die Luft geschossen. Die abgefeuerten Kugeln verursachten keine Verletzungen, aber die Täter verletzten auf ihrem Fluchtweg eine ältere Frau und kollidierten mit mehreren Fahrzeugen.

"Die Dealer fühlen sich offenbar unantastbar", so der Bürgermeister weiter. "Nach dem gestrigen Vorfall kehrten sie fast sofort in den Park zurück und begannen erneut zu dealen. Ich habe die Polizei zum Handeln aufgefordert, und gestern Abend wurde eine weitere Person verhaftet, aber auch danach kamen die Dealer wieder. Ich appelliere noch einmal an die gesamte Kette von Polizei und Justiz, dieses Problem ernsthaft anzugehen". 

Es handelt sich laut Bürgermeister um einen Territoriumkrieg der Dealer um den  Jacques-Franck-Platz. "Und wir sprechen hier nicht von lokalen Dealern, es sind wirklich internationale Netzwerke." Wie kann es also sein, dass nur wenige Stunden nach  der gestrigen Schießerei an genau demselben Ort wieder tödliche Schüsse fallen? "Die Polizei war die ganze Nacht präsent, aber sie muss an 87 Punkten gleichzeitig präsent sein. Sie können einfach nicht überall sein."

Bereits mehrere Schießereien in Brüssel

Die Gewalt im Drogenmilieu scheint in diesem Brüsseler Viertel noch zuzunehmen. Nicht nur, dass gestern eine Schießerei stattfand, am Sonntag wurden zwei weitere Personen bei einer Schießerei in der benachbarten Lacaille-Straße, in der Nähe der Hallepoort (dt. Halletor), schwer verletzt. In beiden Fällen waren 3 maskierte Täter beteiligt, die noch nicht gefasst wurden.

Die Polizei von Brüssel-Hauptstadt/Elsene bestätigte, dass eine erste Schießerei heute Morgen gegen 1.30 Uhr stattfand. Die Schüsse fielen in der Zuidlaan (fr.: Avenue du Midi), es gab jedoch keine Verletzten.

Eine zweite Schießerei folgte gegen 6 Uhr auf dem Jacques-Franck-Platz, einige hundert Meter entfernt. Auch hier wurden Schüsse mit einer Schnellfeuerwaffe abgefeuert. Diesmal endete die Schießerei tödlich, mit einem Todesopfer. Die drei Täter sind Berichten zufolge noch auf der Flucht.

Seit Tagen kommt es zu Zwischenfällen in Brüssel. In nur drei Tagen gab es nun vier Schießereien. Am Sonntagabend kam es zu einer ersten Schießerei in der Lacaille-Straße. Dabei wurden zwei Personen.

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