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50 Eurocent mehr pro KG Rindfleisch würden rund 250 € mehr pro Rind bedeuten
Inland
Wirtschaft

Zeigen die Bauernproteste Wirkung? Einige belgische Warenhausketten wollen mehr bezahlen

Offenbar zeigen die Bauernproteste in Belgien Wirkung. Einige Warenhaus- und Supermarktketten, die in unserem Land aktiv sind, haben sich bereit dazu erklärt, den Landwirten höhere Preise für Rindfleisch zu zahlen. Dies gab nach einer Meldung unserer frankophonen Kollegen RTBF der wallonische Bauernverband FWA bekannt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das würde bedeuten, dass Ketten, wie Lidl, Delhaize und Colruyt bis zu 50 Eurocent mehr pro Kilogramm Rindfleisch zahlen würden. Das sind pro Rund bis zu 250 € mehr. Dies soll bereits der Fall ab diesem Montag (12. Februar) sein, so die Meldung der RTBF.

Die Verbraucher aber sollen diese Preiserhöhungen nicht unbedingt an der Supermarktkasse spüren, so der Verband. Diese höheren Preise beim Einkauf von Rindfleisch gehen in erster Instanz zu Lasten der Gewinnmargen der Ketten. Vorerst gehen die Landwirtschaftsverbände auf diese Preise ein, auch wenn zu vernehmen war, dass dies auf Dauer nicht reichen werde.

"Task Force Lebensmittel"

Vertreter der Landwirtschaft, des Einzel- und Großhandelssektors und der belgischen Bundesregierung hatten sich am Freitag zu ersten Gesprächen im Rahmen der neugegründeten „Task Force Lebensmittel“ getroffen. Dort hieß es vom wallonischen FWA, dass man trotzdem weiter Druck auf Politik und Handel ausüben wolle, auch wenn erstmal keine weiteren Blockaden geplant seien.

Diese Aussage allerdings war schnell Makulatur, denn schon am Freitag gab es vor allem in der Wallonie einige neue Protestaktionen. Dort hieß es, „dass der Ton härter wird.“ Weitere Forderungen von Seiten der Landwirte lauten auf höhere Preise für Milch und Milchprodukte sowie für Eier.

Proteste und Gespräche in Flandern

Auch in Genk in Limburg gab es am Freitag Proteste und Blockaden vor Warenhäusern, wo sich Landwirte aus ganz Flandern versammelt hatten. Hier nutzten die Bauern einen dort im Rahmen des belgischen EU-Vorsitzes stattfindenden Industriegipfel, um ihren Unmut zu äußern.  

Auch mit der flämischen Landesregierung gab es Gespräche von unzufriedenen Landwirten. Hier hieß es danach, dass man „noch nicht ganz auf einer Linie ist.“ Am 1. März wird es auf belgischer Bundesebene zu einem weiteren Treffen der „Task Force Lebensmittel“ kommen. Dabei wird es dann um konkrete Maßnahmen gehen, wie man weiter vorgehen wird. Bundeslandwirtschaftsminister David Clarinval (MR) kündigte an, dass im Rahmen von drei fachgebundenen Arbeitsgruppen gearbeitet werden soll. 

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