15 % der Kindergartenkinder im belgischen Bundesland Flandern sprechen bzw. verstehen zu wenig Niederländisch, um ins erste Schuljahr gehen zu können. In Antwerpen liegt der Durchschnitt mit 27 %etwas höher, doch in der belgischen Hauptstadt Brüssel sprechen 38 % der Kleinkinder aus dem niederländischsprachigen Vorschulwesen diese Sprache nicht oder nicht ausreichend genug.
KOALA-Test: Zu viele Kleinkinder sprechen zu wenig Niederländisch, um in Flandern in die Grundschule gehen zu können
Diese Zahlen sind aus dem jüngsten KOALA-Test ersichtlich, ein Test, bei dem nachgegangen wird, in wie fern Kinder aus dem dritten Vorschul- bzw. Kindergartenjahr ausreichend Niederländisch sprechen oder verstehen, um in der Grundschule mithalten zu können.
Flanderns Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA) ruft die Eltern dazu auf, nicht einfach nur auf den Kindergarten zu zählen, sondern auch zu Hause Niederländisch zu sprechen: „Kinder, die die Grundschule ohne ausreichende Kenntnis des Niederländischen beginnen, haben geringere Chancen und Möglichkeiten. Überdies wiegt dies auf der Unterrichtsqualität für alle Kinder in den betroffenen Klassen, wenn dort zu viele sitzen, die das Niederländische nicht ausreichend beherrschen.“
An diesen Zahlen habe sich seit drei Jahren nichts verändert, so der Unterrichtsspezialist Kris van den Branden von der Universität Löwen (KU Leuven). Verbesserungen im Bildungswesen, die auch in dieser Hinsicht laufen würden, brauchen ihre Zeit.
Derweil kündigt Landesbildungsminister Weyts Unterstützung für Schulen an, in denen viele Kinder aus Haushalten kommen, in denen kein oder nur wenig Niederländisch gesprochen wird. In kommenden Schuljahr wird der KOALA-Test für Niederländisch erneut dreimal in den Kindergärten und Vorschulen in Flandern und Brüssel durchgeführt.
