Belgiens Ministerin für Telekommunikation und für die staatlichen Unternehmen Petra De Sutter (Groen, Foto unten) ist dabei, das Telekomgesetz anzupassen. Dadurch soll es möglich werden, dass ein zweiter Telekom-Operator neben Proximus im Notrufmanagement eingeschaltet werden kann. Die belgische Bundesregierung beschloss bereits die Einrichtung eines neuen Back-Up-Systems für die 112.
Belgien: Neues Back-Up-System für die Notrufnummern: Zweiter Telekom-Operator soll eingeschaltet werden
Das neue Back-Up-System soll ermöglichen, dass die Erreichbarkeit der Notrufnummer 112 immer garantiert ist. Jetzt soll ein Reservenetz bei einem zweiten Telekomanbieter in Belgien eingerichtet werden, falls das erste System, das über Proximus läuft, ausfallen sollte.
Laut Ministerin De Sutter sind die Notrufnummern lebenswichtig: „Wenn solche Nummern auch nur für kurze Zeit nicht erreichbar sind, kann das Menschenleben kosten.“ Ein zweiter Anbieter für das Back-Up-System muss über eine öffentliche Ausschreibung bestimmt werden.
Bei den betroffenen Notrufnummern handelt es sich nicht nur um die bekannte Rufnummer 112 oder um die 101, sondern auch um die Selbstmord-Präventions-Hotline, um die belgische Giftzentrale oder um die des (europäischen) Zentrums für vermisste Kinder (Child Focus) oder auch andere wichtige Telefonnummern für Notfälle aller Art.
Das Kernkabinett der belgischen Bundesregierung stimmte den Vorschlägen von Telekom-Ministerin De Sutter bereits zu, doch die Gesetzesanpassung muss jetzt noch von den Abgeordneten des Parlaments angenommen werden. Die neue Regelung soll noch dieses Jahr in Kraft treten können, so die flämische Grüne De Sutter.
