Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) lässt wissen, dass die Seepark-Dünen im westflämischen Küstenbadeort De Panne ein Naturschutzgebiet werden. Damit entspricht sie einer langjährigen Forderung des flämischen Naturschutzverbandes „Natuurpunt“. Damit durchkreuzt die Umweltministerin allerdings Vorhaben der Gemeinde De Panne, die dort einem Bauvorhaben zugestimmt hatten.
Keine Hotels und Freizeitanlagen: Die Seepark-Dünen in De Panne werden ein Naturschutzgebiet
Bis vor einiger Zeit war es den flämischen Landesbehörden nicht möglich, aus den rund 10 Hektar großen Seepark-Dünen von De Panne eine Naturschutzzone zu machen, denn darauf wurde ein Campingplatz betrieben. Doch mittlerweile ist dieser geschlossen und abgebaut worden. Pläne, dort ein Hotel und Freizeitanlagen zu bauen, erteilt Flandern jetzt eine Absage.
Dieses Gebiet liegt zwischen der Küstenstraße und dem Strand von De Panne und hat auch einen schützenden Faktor aufzuweisen. Diese Dünen bieten einen Schutz vor möglichem Hochwasser aus der Nordsee und sie speichern enorme Mengen an Niederschlagswasser. In dieser Hinsicht sind diese Dünen im Kampf gegen den Klimawandel ein wichtiger Standort, wie „Natuurpunt“ angibt.
Damit ist klar, dass die Pläne der Gemeinde De Panne, hier 250 Ferienhäuschen und ein Hotel zu bauen, nicht durchgeführt werden können. Darüber freut sich nicht nur „Natuurpunt Westkust“, sondern auch Anwohner, die gegen das Bauvorhaben protestierten. Die Stadt und Projektentwickler Seapark behalten sich vor, gegen die Pläne der Umweltministerin Beschwerde oder Klage einzureichen. Hier wird das vorhaben als Projekt gewertet, das für jeden etwas bietet: „Ein bisschen Tourismus und ein bisschen Naturschutz.“
