Aus einer Untersuchung im Auftrag des flämischen Pflegenetzwerks Zorgnet-Icuro ist ersichtlich, dass im vergangenen Jahr etwa jeder fünfte erwachsene Flame teilweise unter ernsten persönlichen Problemen litt. Diese Probleme sind sehr unterschiedlicher Natur. Fast die Hälfte der Betroffenen, die deswegen Hilfe suchen, müssen im Durchschnitt 3 Monate lang auf Behandlung warten.
Zorgnet-Icuro ist das größte Pflegenetzwerk im belgischen Bundesland Flandern und ist zudem Dachverband von mehreren Organisationen, die sich mit mentaler Gesundheit auseinandersetzen. Aus der von Zorgnet-Icuro in Auftrag gegebenen Untersuchung wird deutlich, das Flandern ein großes Problem mit der geistigen Gesundheit innerhalb der Gesellschaft hat.
Jeder fünfte Flame hat mit psychischen Problemen zu kämpfen, wie die Studie ergeben hat. Dabei handelt es sich in erster Linie nicht unbedingt um vorrübergehende mentale Probleme, sondern um zum Beispiel Depressionen, Angststörungen, Wutanfälle und Aggressivität, Alkoholprobleme oder auch Essstörungen.
Entstehung bereits im jungen Alter
Von Wutanfällen oder Essstörungen entstehen die Probleme in der Hälfte der Fälle bereits bevor die Betroffenen 18 Jahre alt sind und in einem Vierten der Vorkommnisse bereits vor dem Alter von 13 Jahren. Empfohlen wird im Rahmen der vorliegenden Untersuchung, dass in dieser Hinsicht schon in den Schulen präventiv eingegangen werden sollte.
Fast die Hälfte der Betroffenen, die sich behandeln lassen wollen, müssen rund 3 Monate lang auf Termine warten, um sich helfen zu lassen, so die Untersuchung. Es fällt in diesem Zusammenhang aber auch auf, dass wer unter solchen psychischen Problemen leidet, selbst im Durchschnitt 10 Jahre lang wartet, ehe er sich auf die Suche nach passender Hilfe begibt.
