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Inland
Justiz

Streiks in den flämischen Gefängnissen nach wiederholter Gewalt gegen Mitarbeiter und das Wachpersonal

Von diesem Montag (5. Februar) bis einschließlich Freitag wird reihum in den flämischen Haftanstalten gestreikt. Das Wachpersonal protestiert so gegen die steigende Gewalt durch Häftlinge und fordert von den Landes- bzw. den Bundesbehörden eingreifende Maßnahmen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Jedes Jahr werden alleine im belgischen Bundesland Flandern bis zu 300 Gefängniswärter durch Gewalt durch Häftlinge verletzt. Letztes Jahr verlor ein Wärter in einem extremen Fall von Gewalt ein Auge.

Nach wiederholten Angriffen auf die Schließer in den vergangenen Monaten reicht es dem Personal der Gefängnisse in Flandern jetzt und es wird zu Streik gegriffen.

Diese Streiks finden reihum in den flämischen Knästen statt. In Gent und in Oudenaarde (Video oben) wurde am Sonntagabend um 22 Uhr begonnen und am Montag folgen Merksplas und Turnhout - in Merksplas wurden erst am Sonntagabend zwei Schließer von einem ausgerasteten Gefangenen verletzt. 

24-Stunden-Streiks

Am Dienstag wird ab 22 Uhr für 24 Stunden in Antwerpen, am Mittwoch in Brügge und am Donnerstag in Hasselt die Arbeit niedergelegt.

Die Schließer in den flämischen Haftanstalten fordern ein Ende der Überbelegung durch vorzeitiges Entlassen von Gefangenen (ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Ende der Haftstrafe), strengere Kontrollen gegen Waffen und Drogen, strengere Strafen für gewalttätige Gefangene und eine bessere Ausbildung für das Personal.

Am 12. Februar treffen die Gewerkschaften der Wachpersonale der flämischen Knäste mit Bundesjustizminister Paul Van Tigchelt (Open VLD) zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammen. Erste Gespräche in der vergangenen Woche wurden ohne Ergebnisse beendet. 

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