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Stef Aerts und Aimé Claeys gewinnen die Darsteller-Ensors für "Wil"

Ensors 2024: Die flämischen Film- und TV-Preise sind vergeben - Wieder keine Schauspielerin ausgezeichnet

Am Wochenende wurden im Casino Kuursaal in Ostende die Ensors verliehen. Das sind die flämischen Film- und Fernsehreise. Die VRT-Reihe „1984“ zur Killerbande von Brabant und der Kinofilm „Wil“ über die Kollaboration mit den Nazis in Antwerpen im Zweiten Weltkrieg waren die am häufigsten ausgezeichneten Produktionen. Die Schauspiel-Ensors waren auch dieses Mal genderneutral und erneut wurde wieder keine Frau mit einem Preis bedacht.

Andreas Kockartz
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Die VRT-TV-Serie „1984“ wurde mit gleich 10 Ensors bedacht: Bester Klang, beste Musik, bestes Drehbuch (Willem Wallyn), bester Artdirector (Stijn Verhoeven), bestes Kostüm (Sophie Van den Keybus), Beste Regie (Wouter Bouvijn), beste Montage, beste Hauptrolle in einer TV-Serie (Aimé Claeys), beste Nebenrolle in einer TV-Serie (Tom Vermeir), beste Serie im Bereich Fiktion.

Sieben Ensors gingen an den Kinofilm „Wil“, der die Geschichte von zwei befreundeten Polizisten während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg erzählt, wobei das Thema Kollaboration mit den Nazis den roten Faden bildet. Bester Film, bestes Film-Drehbuch (Carl Joos), Box Office-Preis, weil der Streifen so erfolgreich an den Kinokassen war, beste Kameraführung (Robrecht Heyvaert), beste Regie Film (Tim Mielants), beste Hauptrolle Film (Stef Aerts) und beste Nebenrolle Film (Jan Bijvoet).

Der Musiker, Poet, Designer und Filmemacher Balojij bekam 2 Ensors und zwar den für den besten französischsprachigen Film „Augure“ über Aberglauben in seiner kongolesischen Heimat und den für den besten Nachwuchs-Filmkünstler.

Auch dieses Jahr sind die Ensors wieder in die Kritik geraten. Seit einiger Zeit sind die Film- und TV-Preise in Sachen Schauspielerei (Haupt- und Nebenrollen) genderneutral gestaltet, doch auch dieses Jahr bekam keine Schauspielerin einen Ensor. Dies führt in Flandern inzwischen zu hitzigen Diskussionen über den Sinn von Genderneutralität bei Preisverleihungen im Medienbereich.  

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