Die flämische Regierung hat ein "konstruktives Gespräch" mit den Bauernverbänden geführt, "mit gegenseitigem Verständnis und Respekt". Das schreibt Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) auf X (früher Twitter). "Weitere Konsultationen werden in Kürze folgen, um nach Lösungen im Interesse der flämischen Landwirte zu suchen."
Flanderns Landesregierung traf Vertreter der Landwirtschaft: "Konstruktives Gespräch“
MP Jambon hatte heute Morgen unter anderem zusammen mit Landwirtschaftsminister Jo Brouns (CD&V) Konsultationen mit Bauernverbänden. Boerenbond (dt.: Bauernbund), Groene Kring (dt.: Grüner Kreis) und das Algemeen Boerensyndicaat (dt.: Allgemeines Bauernsyndikat) brachten dort ihre Beschwerden vor.
Die flämische Regierung und die Landwirtschaftsverbände werden in den kommenden Tagen Verhandlungen aufnehmen, um konkrete Maßnahmen im Anschluss an die Proteste der Landwirte zu erarbeiten.
Beim ersten Gespräch am Freitagvormittag wurden einige Prioritäten festgelegt, die nächste Woche konkretisiert werden sollen:
Verringerung des Verwaltungsaufwands, z. B. bei den Vorschriften, wann Landwirte säen und düngen dürfen
Verbesserung des Zugangs der Landwirte zu Wasser
Beginn der Vorbereitungen für eine Reform der Berechnung der Stickstoffemissionen
Ein fairer Preis für die von den Landwirten erzeugten Produkte
Maßnahmen zum Schutz der landwirtschaftlich genutzten Flächen
Die Bauernverbände sprachen anschließend von einer "Bereitschaft zum Zuhören" seitens der flämischen Regierung und äußerten sich konstruktiv, schließen aber nicht aus, dass es noch einige Zeit lang zu spontanen Aktionen kommen wird. Diese Aktionen werden oft nicht von den großen landwirtschaftlichen Organisationen organisiert und schon gar nicht kontrolliert.
Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) rief zu "verhältnismäßigen und sicheren Aktionen" auf. "Glücklicherweise leben wir in einem Land mit Aktionsfreiheit, aber auf der anderen Seite müssen die Aktionen verhältnismäßig sein und dürfen die Sicherheit nicht gefährden", sagte er.
