Ab diesem 1. Februar 2024 dürfen nur noch zwei E-Step-Anbieter in Brüssel ihre Dienstleistungen anbieten. Das bedeutet, dass die Zahl der zu mietenden elektrischen Roller in der Hauptstadt-Region von 20.000 Fahrzeugen auf 8.000 sinkt. Im Gegensatz dazu wird die Zahl der sogenannten „Dropzones“, wo Nutzer ihre E-Steps abstellen oder mieten können, erhöht.
Die regionale Brüsseler Mobilitätsbehörde lässt wissen, dass ab jetzt 1.300 „Dropzones“ in der Hauptstadt ausgewiesen sind. Im Zuge dieser Neuregelung sind hier ab sofort nur noch die Angebote der Dienstleister Dott und Bolt zugelassen. Lime, Tier, Pony und Voi verschwinden aus der Hauptstadt und Poppy hatte schon Ende 2023 Brüssel in Richtung Antwerpen verlassen, um sich dort breiter aufzustellen.
Am Mittwoch konnten Lime und Voi durch eine Berufungsklage gegen das Ende ihrer Aktivitäten erwirken, dass sie eigentlich weitermachen können. Wie dies allerdings vonstattengehen soll, ist unklar.
Mit dieser eingreifenden Maßnahme machte Brüssels regionaler Ministerpräsident Rudy Vervoort (PS) ernst, denn weite Teile der Bevölkerung ärgerten sich an der schier unendlichen Zahl an E-Steps, die überall in der Stadt zu finden waren und dies zumeist völlig ungeregelt und zum Nachteil von Radfahrern und Fußgängern.
Nachteilig für den Wettbewerb?
Das jetzt in ganz Brüssel (formell) nur noch zwei Anbieter zugelassen sind, könnte zu einer Anhebung der Miettarife führen, so die Kritik, denn die neue Situation führt zu einem Duopol. Beide Dienstleister könnten ihre Preise und Gebühren aufeinander abstimmen und so mehr Geld für die Miete von E-Steps aufrufen. Es könnte aber auch das Gegenteil der Fall sein, so andere Ansichten, nämlich dass sich die beiden Anbieter gegenseitig unterbieten und dass damit die Gebühren fallen.
