Trotz der mutmaßlichen Nähe mancher Mitarbeiter zur islamistischen Terrororganisation Hamas und den Skandalen dadurch in den vergangenen Tagen wird die belgische Bundesregierung ihre Zahlungen an die UN-Behörde für die Palästinahilfe (UNRWA) nicht aussetzen. Dies verlautete aus dem Kabinett von Belgiens Entwicklungshilfeministerin Caroline Gennez (Vooruit).
Die belgische Regierung will zuerst die Ergebnisse der internen Untersuchung der Vorgänge bei UNRWA durch die Vereinten Nationen abwarten. Die Europäische Union fordert ein Audit in diesem Zusammenhang. Unser Land leistete 2023 Zahlungen an die UN-Palästina-Agentur in Höhe von 11,5 Mio. €.
Seit Berichten von israelischen Geheimdienst, dass 12 UNRWA-Mitarbeiter direkt am Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sein sollen, haben zahlreiche Länder ihre Zahlungen an die Behörde gestoppt oder zumindest ausgesetzt.
Zuletzt wurde noch bekannt, dass zahlreiche UNRWA-Mitarbeiter freundschaftliche oder familiäre Beziehungen zu Hamas-Mitgliedern haben, was ebenfalls für Bedenken sorgte.
Auch Spanien zahlt weiter an die UNWRA. Diese Organisation habe rund 30.000 Mitarbeiter, die Millionen Menschen - Flüchtlinge im eigenen Land seit dem Hamas-Israel-Konflikt - mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe versorgen. Man könne die gesamte Organisation nicht für die Taten von einigen Mitarbeitern verantwortlich machen, heißt es dazu aus Madrid.
