Ab Sommer hat der Brüsseler Binnenhafen wieder einen Bahnanschluss. Das bedeutet auf logistischer Ebene, dass hier endlich wieder Schiene, Kanal und Straße einen gemeinsamen Knotenpunkt haben werden. Dies wird der Startschuss für eine logistische Neuentwicklung des Transportwesens im Hafen sein.Ab Sommer hat der Brüsseler Binnenhafen wieder einen Bahnanschluss. Das bedeutet auf logistischer Ebene, dass hier endlich wieder Schiene, Kanal und Straße einen gemeinsamen Knotenpunkt haben werden. Dies wird der Startschuss für eine logistische Neuentwicklung des Transportwesens im Hafen sein.
LKW, Binnenschiff und bald auch wieder die Bahn: Brüssels Hafen erfindet sich logistisch neu
Im Sommer soll der Bahnanschluss an den Brüsseler Vorhafen wiedereröffnet bzw. wieder in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass seit der Außerdienststellung der alten Verbindung im Jahr 2018 wieder Güterzüge in den Hafen fahren können. Dies kommt in erster Linie dem Transportunternehmen Van Moer Logistics entgegen, denn dieses Unternehmen hat von der Brüsseler Regionalregierung eine Konzession für den Betrieb des Containerterminals bekommen.
Van Moer wird das Terminal für die Dauer von vorerst 10 Jahren betreiben und wartet gleich mit ambitionierten Zielen auf. Bis dahin will der Logistiker die Zahl der via Binnenschifffahrt ankommenden oder ausgehenden TEU (20 Fuß-Standard-Container) von jetzt 57.000 auf 132.000 erhöhen. Das würde in etwa bedeuten, dass die Umgeschlagene Tonnage an hier umgeschlagenen Waren und Gütern von 500.000 auf 1 Million ansteigen würde.
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Zudem werden im Hafen einige Kais verlängert und es wird ein zweiter Hafenkran errichtet. Dies alles soll auch ermöglichen, dass Ladungen im Brüsseler Hafen von größeren Binnenschiffen auf kleinere Schiffe umgeladen werden können, denn die großen Schiffe können aufgrund ihres Umfangs und ihres Tiefgangs nicht immer weiter nach Charleroi fahren.
Der Bahnanschluss
Der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahn NMBS/SNCB, Infrabel, wird demnächst damit beginnen, die noch immer vorhandenen Gleise zum Brüsseler Vorhafen wieder für den Betrieb zu ertüchtigen. Damit wird der Hafen einen direkten Anschluss an die Bahnlinie 26 erhalten. Das Gleis bzw. der Anschluss wurden 2018 aufgegeben. Infrabel investiert 3,6 Mio. € in diese Maßnahme. Dies wird ermöglichen, direkt Container von Binnenschiffen auf Güterwaggons umzuladen und umgekehrt.
Dies wird ungleich viele LKW-Fahrten überflüssig machen. Van Moer will bis 2032 bis zu 12.000 TEU in Brüssel auf die Schiene bekommen.
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Neben dem Logistik-Unternehmen Van Moer wird auch die Kornmühle von Ceres davon profitieren, denn diese liegt am gleichen Anschlussgleis, wie das Containerterminal. Und van Moer nutzt dies, um zwei neue Lagerhallen zu bauen. Eine wird 16.500 m² Fläche haben und eine kleinere für den lokalen Umschlag mit 10.500 m² Fläche. Van Moer hat sich auf den Umschlag von Straße und Schiene auf Binnenschiffe spezialisiert und betreibt schon 8 ähnliche Standorte an Binnenwasserstraßen. Das Unternehmen ist auf multimodaler Ebene auch im Hafen von Antwerpen aktiv.
