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Bauernproteste in Belgien: Wo führen die Landwirte ihre Aktionen durch? Unfälle am Rande der Blockaden - Hilfe für gestrandete LKW-Fahrer

Nicht nur in Brüssel ist es an diesem Donnerstag zu Protestaktionen der Landwirte gekommen, sondern auch im Rest des Landes. Das sind Verkehrsblockaden, Aktionen an den Seehäfen Antwerpen, Gent und Zeebrügge - hier sind bis zu 1.400 LKW blockiert - sowie an den Vertriebszentren der Supermärkte und Warenhausketten. Doch auch in einigen Innenstädten kann es zu Aktionen kommen. An drei Staus, die durch die Blockaden entstanden, kam es zu Auffahrunfällen mit mehreren Verletzten.

Andreas Kockartz
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Aktionen sind zum Beispiel in Gent der Fall, wo am Bijloke-Kulturzentrum eine Tagung von Landwirten stattfand, bei der auch Flanderns Agrarminister Jo Brouns (CD&V) am Vormittag sprach. Das bedeutete für die Genter Innenstadt erhebliche Verkehrsprobleme. Im Genter Hafengebiet werden zudem mehrere wichtige Kreuzungen und Kreisverkehre blockiert, was wiederum den LKW-Verkehr stark beeinrächtigt.

Rund um Brüssel kommt es erneut zu Verkehrsproblemen an verschiedenen Stellen, also nicht nur im Europaviertel. Blockaden gibt es z.B. am Innenring in Zellik und an der E40 aus Richtung Gent sowie am Außenring bei Tervuren, Huizingen, Ittre und Beersel.

Probleme kann es aber auch am Leuvensesteenweg und Kleinen Ring kommen, wenn die Traktoren in Richtung Brüssel fahren und nach 17 Uhr die Hauptstadt wieder verlassen.

Gestört ist auch das „Kleeblatt“, das Autobahnkreuz von E313 und E314 in Lummen in der Provinz Limburg und die Autobahn E19 in Richtung Frankreich bei Nijvel. Hier richteten sich die Bauern auf eine Aktion ein, die mehrere Tage dauern sollte, doch am Nachmittag wurde der Standort geräumt und die Landwirte begannen damit, mit ihren Traktoren in Richtung Antwerpen abzuziehen.

An einem Stauende kam es dort am Nachmittag zu einem schweren Unfall, als ein Fahrzeug auf andere Autos auffuhr. Hier wurde eine Person schwer verletzt. Auch an de E17 auf Höhe von Aalbeke in Richtung Frankreich krachte ein Fahrzeug in ein Stauende. Hier wurde aber niemand verletzt.

In Westflandern ist die Umgebung des Hafens von Zeebrügge gestört und zwar sowohl an den Autobahnen, als auch an Landstraßen (N31, A11) und an wichtigen Kreuzungen. Auch an der E40 zwischen Veurne und Jabbeke ist die Autobahn bei Oostduinkerke in beiden Richtungen blockiert.

Am Mittwochmittag wurde gemeldet, dass im Hafengebiet von Zebrügge bis zu 1.400 LKW am Verlassen des Geländes gehindert werden. Westflanderns Provinzgouverneur Carl Decaluwe rief hier Katastrophenalarm aus. Viele der hier gestrandeten Trucker stehen hier seit mehr als 36 Stunden und brauchen etwas zu essen und zu trinken sowie sanitäre Vorkehrungen, die jetzt der Zivilschutz und die Feuerwehren liefern sollen. 

In Brügge kam es auf einer Landstraße zu einem Auffahrunfall an einem von Bauernprotesten ausgelösten Stau, bei dem ein Lieferwagen auf das Stauende auffuhr. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt. Eine davon befindet sich in einem krisischen Zustand. 

In Antwerpen konzentrierten sich die Blockaden am Donnerstagmorgen auf die A12 in Richtung Bergen-op-Zoom an den Ausfahrten in Zandvliet und an der  Scheldelaan sowie an der Zandvliet und der Berendrecht-Schleuse.

Die Situationen können sich im Laufe des Tages durchaus ändern. 

"Klaverblad" Lummen
Auf dem Weg zum Bijloke in Gent
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"Missing Demir" - Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) hat sich zu den Protesten noch nicht geäußert

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