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Zeitweise lange LKW-Schlangen am Antwerpener Waaslandhafen

Die Bauernproteste in Belgien laufen weiter

Auch an diesem Mittwoch gehen die Proteste der Landwirte in Belgien weiter. Seit den frühen Morgenstunden machen sich wieder Traktoren und Landmaschinen auf den Weg, um hier und da den Verkehr oder die Zufahrten von wichtigen Industriezentren zu blockieren. Dazu gehören auch die Häfen von Antwerpen und Zeebrügge.

Andreas Kockartz
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Die größten Verkehrsprobleme bestehen an den Autobahnkreuzen an der E40 in Aalter und Wetteren, wohin sich hunderte Traktoren begaben. Bei Aalter staut sich der Verkehr und die Auto- und LKW-Fahrer müssen bis zu 2 Stunden Wartezeit in Kauf nehmen.  Dies sorgte für Probleme im Stoßzeitenverkehr und in der Region um Lievegem und Deinze. Die Landwirte organisieren dort Filterblockaden und das bedeutet, dass jeweils ein Fahrstreifen offen ist, wo man Autos nach und nach durchlässt. Am Abend aber soll Aalter komplett dicht gemacht werden. In Wetteren wurde die Blockade am Vormittag aufgehoben, doch am späten Nachmittag tauchten die Traktoren dort wieder auf. Staus in Richtung Brügge sind am Abend also möglich.  

In Aalter fanden aus diesem Grunde an diesem Mittwoch (und vielleicht noch länger) keine Konsultationen im Krankenhaus AZ Maria Middelares statt, denn diese Einrichtung ist durch die Bauernproteste kaum zu erreichen.

Die Bauern behindern auch die Zu- und Ausfahrten am Hafen von Antwerpen. Zahlreiche dort ansässige Unternehmen empfahlen ihren Mitarbeitern schon am Dienstag, wenn möglich von zuhause aus zu arbeiten. Verkehrsprobleme können dadurch auch am Ring um Lier entstehen, sowie an den Schelde-Brücken und -Tunneln. Im Laufe des Mittwochs sammelten sich zahlreiche Traktoren an einer wichtigen Kreuzung am Antwerpener Waaslandhafen. Dadurch konnten lange keine Container-LKW zum Hafen oder dort herausfahren. Gegen 16 Uhr wurde diese Kreuzung aber wieder freigegeben. 

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sollen dann auch die Zu- und Ausfahrten am Hafen von Zeebrügge blockiert werden. Auch vor wichtigen Landstraßen machen die erbosten Landwirte keinen Halt, denn auch die N70 in Sint-Niklaas soll blockiert werden, was auch einige dort ansässige Gewerbegebiete betrifft. In Limburg ist dies der Fall am Gewerbegebiet Klaverblad in Lummen.

In Brüssel und Umgebung bleibt der innere Ring zwischen Halle und Ittre dicht und der Außenring ist bei Huizingen gestört. Im Hinblick auf den EU-Gipfel am Donnerstag wird auch im Zentrum der Hauptstadt mit schweren Problemen gerechnet. Erste Traktoren sind bereits seit Dienstag in der Nähe des Regierungs- und Europaviertels.   

An verschiedenen Orten in Belgien sind unterdessen auch Blockaden an den Vertriebszentren der Supermarktketten Delhaize, Lidl und Colruyt entstanden. 

Traktoren im Hafengebiet auf Höhe von Kallo
Waaslandhafen Antwerpen
Bis zu 2 Stunden Wartezeit an der E40 bei Aalter
In Zeebrügge wurden kurzzeitig die Gleise der Küstentram blockiert
Autobahnkreuz Aalter (E40)
Autobahnkreuz Aalter (E40)
Die Straßenverwaltungen in Flandern und in der Wallonie wollen sich die Schäden, die durch Feuer auf den Autobahnen entstanden, von den Agrarverbänden vergüten lassen
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In Zeebrugge organisierten die Landwirte Filterblockaden für LKW, die in den Hafen einfahren oder wieder hinausfahren wollten

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