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Gesundheit

25.000 Mitarbeiter zu wenig: Akuter Personalengpass im Pflegebereich in Belgien

In Belgien fehlen rund 25.000 Pfleger und Pflegerinnen im Gesundheitssektor. Dies sagt die Allgemeine Union der Pflege in Belgien (AUVB). Das bedeutet summa sumarum, dass ein Pflegemitarbeiter pro 5 Kollegen hinzukommen müsste. Der Unterschied zwischen denen, die den Pflegesektor verlassen und denen, die hier neu hinzukommen, wird immer größer.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Viele Pflegerinnen und Pfleger gehen in Rente und andere verlassen den Sektor, weil sie schlicht und einfach wegen Überarbeitung aufgeben. Hinzu kommt noch, dass der Krankenstand im Pflege- und Gesundheitswesen in Belgien auffallend hoch ist, wohl auch aufgrund des akuten Personalmangels.

Gleichzeitig sind mehr und mehr Mitarbeiter in der Pflege nötig, weil die Bevölkerung auch in Belgien immer älter wird. Der akute Personalmangel im Pflegesektor ist denn auch für niemanden gut, weder für das arbeitende Personal, noch für die Patienten oder die Menschen, die auf Pflege angewiesen sind.

Quereinsteiger? 

Im Sektor wird der Ruf immer lauter, dass die Politik endlich eingreift und dem Problem Abhilfe verschafft. Bei der AUVB plädiert man inzwischen für die Aufnahme von Quereinsteigern, die Aufgaben im Pflegebereich übernehmen können, die das Pflegepersonal nicht unbedingt leisten muss. Damit könnten die Pflegerinnen und Pfleger entlastet werden, so das Argument.

Neu ist das alles nicht, denn schon zu Corona-Zeiten herrschte ein akuter Personalmangel in Belgien. Schon damals hieß es, dass man mit Quereinsteigern arbeiten soll und mit Personalmitgliedern, die nicht notwendigerweise aus dem Bereich kommen müssen, um eben Aufgaben zu übernehmen, die das Pflegepersonal überlasten und von ihren eigentlichen Aufgaben abhalten.  

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