In Deinze in Ostflandern läuft seit Mitte Januar das Emile Claus-Jahr. Der flämische Impressionist kam vor 175 Jahren zur Welt und verstarb vor 100 Jahren. Er lebte und arbeitete fast sein ganzes Leben lang im Weiler Astene in der Nähe von Deinze. Hier findet denn auch bald die größte Emile Claus-Ausstellung statt, die es bisher je gegeben hat.
Emile Claus: Ein Jahr für einen der wichtigsten Impressionisten Flanderns
Emile Claus (1849-1924) gilt als einer der wichtigsten impressionistischen Maler unseres Landes. Das „Mudel“ (Museum von Deinze und der Leiegegend) widmet ihm jetzt eine Retrospektive. „Emile Claus: Prinz des Luminismus“ wird die größte Ausstellung, die dem Maler bisher je gewidmet wurde.
Warum dieser Titel? Im Luminismus legt ein Maler durch seinen optischen Gerbrauch von Farben einen Nachdruck auf starke Lichteffekte. In Belgien ist eine neo- bzw. post-impressionistische Strömung in der Malerei. Hier leitet sich der Name nicht zuletzt von der Künstlergruppe „Vie et Lumière“ („Leben und Licht“) ab, die 1904 gegründet wurde und zu deren Mitgliedern neben Emile Claus auch Anna Boch, William Degouve de Nuncques, Adrien Heymans und George Morren gehörten.
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Das „Mudel“ organisiert neben dieser Ausstellung eine ganze Reihe von Aktivitäten rund um Emile Claus. Dazu gehört im März eine Radtour und im Juni ein Picknick an der Leie und zwar dort, so der Maler seine Motive fand. Im Juni wird in Deinze im Rahmen der „Biennale der Malerei“ eine Ausstellung mit Werken von Schülern des Impressionisten zu sehen sein und am 24. August bietet „A night at the museum“ die Möglichkeit, rund um das „Mudel“ zu zelten und zu campen.
Höhepunkt Retrospektive
Seinen krönenden Abschluss findet das Emile Claus-Jahr mit der Ausstellung „Emile Claus: Prinz des Luminismus“. Hier werden rund 100 Werke des Künstlers zusammengetragen, die eigentlich im Ausland und in belgischen Museen hängen. Zu den wichtigsten Werken gehören “De Oude Tuinman” („Der Alte Gärtner“) aus dem Museum für Schöne Künste in Lüttich, „De IJsvogels“ („Die Eisvögel“) und „Zelfportret“ („Selbstportrait“) aus dem gleichnamigen Museum in Gent, „Koeien doorwaden de Leie“ (etwa „Kühe durchschreiten die Leie“ - hängt in Brüssel) und „Hanengevecht“ („Hahnenkampf“, Kunstuur in Mechelen).
Weitere Claus-Werke kommen aus dem Ausland, wie z.B. aus dem Musée d'Orsay in Paris. Ausstellung „Emile Claus: Prinz des Luminismus“ wird am 28. September 2024 im „Mudel“ in Deinze eröffnet und läuft dann bis zum 26. Januar 2025. Das Kulturamt von Deinze hat zum Emile Claus-Jahr eine eigene Webseite aufgebaut: https://emile-claus.be/
