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Gesundheit

Flandern startet angesichts des Personalmangels eine neue Ausbildung zum Rettungssanitäter

Zehn flämische Zentren für sozialfördernde Erwachsenenbildung werden ab dem 1. Februar eine neue Ausbildung zum Rettungssanitäter einführen. Die Kandidaten werden darauf vorbereitet, Rettungssanitäter für nicht dringende Patiententransporte zu werden oder als Ersthelfer bei Großveranstaltungen eingesetzt zu werden. Bisher gab es praktisch keine Ausbildung für diese beiden Profile.

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Der flämische Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) erlaubt nun 10 Zentren für sozialfördernde Erwachsenenbildung, ein völlig neues Studienfach "ambulante Pflege" anzubieten. Es handelt sich um die Zentren in Antwerpen, Brüssel, Gent, Mechelen, Löwen, Kortrijk, Genk, Herentals, Diest und Nieuwpoort. Im Rahmen dieser Disziplin werden zwei Ausbildungsgänge angeboten: Rettungssanitäter für den Transport von nicht dringenden Patienten und Rettungssanitäter für Großveranstaltungen.

„Das Gesundheitswesen ist mit einem erheblichen Personalmangel konfrontiert, daher wollen wir unbedingt genügend Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Gesundheitspflege anbieten", sagte Ben Weyts in einer Pressemitteilung. "Mit der Entscheidung für zehn Ausbildungsplätze, die über ganz Flandern verteilt sind, wollen wir so viele Bewerber wie möglich ansprechen".

Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen für nicht dringende Patiententransporte, medizinisch-sanitäre Transporte, übernehmen die Betreuung und den Transport verschiedener Arten von Patienten im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts, einer Entlassung aus dem Krankenhaus, einer Verlegung oder auch einer Sprechstunde beim Arzt.

Ein lebenswichtiges Bindeglied

Interessierte können derzeit bereits beim Roten Kreuz und beim Vlaamse Kruis (dt.: Flämischen Kreuz) eine Ausbildung zum Rettungssanitäter absolvieren, aber die letztere Organsisation wird diese Ausbildung bald einstellen. „Das ist ein Problem", erklärt Ben Weyts. "Denn diese Ersthelfer sind bei Großveranstaltungen für die Erste Hilfe und die angemessene Betreuung der Besucher zuständig und werden auch im Katastrophenfall eingesetzt.“

Bisher gab es nicht einmal eine spezielle Ausbildung für solche paramedizinischen Mitarbeiter. Dabei sind sie "ein lebenswichtiges Bindeglied in der Versorgungskette". "Sie transportieren Patienten und ältere Menschen zu und von Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitsdienstleistern und sorgen während des Transports für die Sicherheit und Gesundheit des Patienten."

"Experimenteller Studienbereich"

Der am 1. Februar beginnende Ausbildungsgang wird "mit spezifischen und teuren Materialien arbeiten und mit externen Partnern zusammenarbeiten", heißt es in der Pressemitteilung. Beide Ausbildungsgänge werden 230 Unterrichtsstunden umfassen. Im Prinzip könnte dies in einem Semester geschehen, aber Weyts erwartet, dass die Ausbildung eher ein Jahr dauern wird.

Im Bereich des Ersthelfers bei Großveranstaltungen wird mit 150 Auszubildenden pro Jahr gerechnet, bei den Patiententransporten sind es mindestens 120. Derzeit handelt es sich noch um einen "experimentellen Studienbereich", aber nach einer entsprechenden Bewertung könnte das Angebot ausgeweitet werden.

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