Arbeitnehmer mit eher niedrigen Löhnen oder Gehältern, die von einer Erhöhung ihrer Bezüge profitieren können, haben da nicht selten wenig von. Unter Umständen bleibt davon netto wenig übrig, weil sie in eine höhere Steuerklasse kommen, wie die christliche Gewerkschaft ACV in Flandern feststellen muss. So etwas wird hierzulande eine „Promotionsfalle“ genannt.
Lohn- oder Gehaltserhöhungen können eine Falle sein, stellt die christliche Gewerkschaft in Flandern fest
Damit sich arbeiten auch für Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen lohnt, wurden sowohl auf flämischer Landes-, als auch auf belgischer Bundesebene einige Möglichkeiten ausgearbeitet, wie z.B. der Jobbonus in Flandern oder der Arbeitsbonus der Bundesregierung.
Eigentlich lobenswerte Maßnahmen, wie die christliche Gewerkschaft ACV meint, doch sie beinhalten einen „perversen“ Nebeneffekt.
Das hiesige Steuer- und Abgabesystem kann dafür sorgen, dass man „netto weniger vom Brutto hat“. Ein Beispiel: Ein alleinstehender Arbeitnehmer, der ein Einkommen von 2.500 € brutto verdient und der durch einen Jobbonus eine Lohnerhöhung von 500 € bekommt, dem bleiben netto davon nur 130 € übrig. Das ist in den Augen der ACV eine „Promotionsfalle“.
Die christliche Gewerkschaft fordert, dass die Besteuerung der Arbeit dringend nach unten korrigiert werden muss. Die ACV empfiehlt in diesem Sinne einfache und logische Möglichkeiten, wie ein Schließen von Steuerlöchern für höhere und hohe Einkommen und eine höhere Steuer auf Vermögen.
