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RegionBrussel

Knapp ein Viertel der Brüsseler Einwohner haben eine Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Landes

In der Brüsseler Hauptstadt-Region lebten 2023 genau 287.590 Personen mit einer Nationalität aus EU-Staaten. Dies meldet die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ auf Basis von aktuellen Zahlen des Statistikamtes der Region, Bisa. Die Zahl der nicht-belgischen EU-Brüsseler liegt damit bei 23,2 % der Gesamtbevölkerung der belgischen Hauptstadt.

Andreas Kockartz
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Bisa veröffentlichte seinen jährlichen „Mini-Bru“-Führer dieses Jahr im Hinblick auf den belgischen EU-Vorsitz im ersten Halbjahr 2024. In diesem Führer sind die aktuellsten Statistiken zur Brüsseler Bevölkerung, zu den Einkommen, zur Politik und zu vielem mehr enthalten.

Durch den belgischen EU-Ratsvorsitz enthält das Büchlein dieses Jahr ein Kapitel zu den europäischen Einwohnern in Brüssel, zu den sogenannten EU-Expats und zu den Bürgern, die aus Ländern der Europäischen Union stammen. Im vergangenen Jahr waren dies genau 287.590 Einwohner - doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren. Die Zahl dieser Einwohner nimmt in der Brüsseler Hauptstadt-Region immer mehr zu.

Hinzu kommen noch 170.562 Einwohner mit Staatsangehörigkeiten von außerhalb der EU. Alle Brüsseler mit einer anderen Nationalität als der belgischen vertreten insgesamt 181 verschiedene Länder. Die meisten Brüsseler mit einer Nationalität außerhalb der Union kommen aus Marokko (7,3 %), aus der Ukraine (2,8 %) und aus Syrien (2,2 %).

Vor allem Franzosen

Bei den EU-Expats bilden die Franzosen mit 69.984 Bürgern die größte Gruppe vor 46.572 Rumänen und 35.929 Italienern. Malteser, Zyprioten und Esten bilden die kleinsten Gruppen aus den EU-Mitgliedsländern. Von ihnen wohnen in Brüssel jeweils weniger als 1.000 Personen. Das durchschnittliche Alter der EU-Brüsseler liegt bei 37 Jahren und die allermeisten von ihnen wohnen im Südosten der belgischen und europäischen Hauptstadt, wie „Mini-Bru“ zu entnehmen ist.

Im Zustrom der ausländischen Mitbürger in Brüssel gibt es deutliche Unterschiede. Die Gruppe der Spanier, Griechen und Italiener bleibt seit den 1990er Jahren quasi unverändert. Deren Durchschnittsalter liegt bei knapp über 40 Jahren.

Die Zunahme der Einwanderer aus Rumänien, Portugal, Polen und Frankreich hingegen liegt eher höher. Die meisten Rumänen in Brüssel sind um die 30 Jahre alt und es leben hier aus diesem Land mehr Frauen als Männer. Unter den Esten, Finnen, Letten, Litauern, Slowaken und Tschechien sind 6 von 10 Brüsseler Frauen.   

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