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Daniel Libeskind: Umstrittener Umbau des Antwerpener Boerentorens soll angepasst werden

Der Entwurf des renommierten Architekten Daniel Libeskind für den denkmalgeschützten Boerentoren in Antwerpen war von Anfang an umstritten und jetzt soll er angepasst werden. Dies kündigte der Besitzer des Bauwerks an, der Logistikunternehmer und Kunstmäzen Fernand Huts an. 

Andreas Kockartz
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Die ursprünglichen Pläne von Architekt Libeskind stießen u.a. auf heftige Kritik in Antwerpen und darüber hinaus, weil sie vorsahen, dass eine gläserne Struktur auf den Turm gebaut werden sollte. Laut Fernand Huts habe man inzwischen damit begonnen, die Pläne anzupassen und umzuarbeiten: „Der Entwurf steht nicht fest.“ 

Der Antwerpener Wirtschaftsmagnat und Kunstmäzen sagte, dass er aus der Kritik einiges gelernt habe, doch Architekt Libeskind bleibe weiter an Bord: „Er muss sich jetzt wieder an die Arbeit setzen. Er wird vor allem am Erlebnisfaktor arbeiten.“ Libeskind wird dabei mit den flämischen Landesbehörden, mit dem Denkmalschutzamt und mit der Stadt Antwerpen zusammenarbeiten.

Die übrigen Pläne, die den Boerentoren an sich betreffen, bleiben so, wie sie im ersten Entwurf des Architekten vorgesehen waren. Es werden mehrere Restaurants entstehen und es wird einen „Bildergarten“ mit Panoramablick auf die Hafenmetropole geben. Appartements werden hier nicht entstehen, denn laut Huts ist da kein Raum für vorgesehen. 

Kritik

Sowohl der heutige flämische Baumeister, Erik Wieërs als auch seine vier (!) Vorgänger äußerten letztes Jahr heftige Kritik am Entwurf Libeskinds. Sie nannten die Pläne „völlig unannehmbar“. Gemeinsam mit anderen Kritikern hieß es seinerzeit dazu, es sei nicht nötig, „über eine Ikone eine zeitgenössische Soße zu gießen.“

Und in einer Umfrage unter den Bürgern der Stadt der Tageszeitung Gazet van Antwerpen sagten 61 % der Befragten, dass sie nichts am Boerentoren verändert sehen wollen. Sowohl Baumeister Wieërs, als auch Antwerpens Stadtverordnete für Stadtentwicklung Annick De Ridder (N-VA) reagieren positiv auf die Ankündigung, dass die Pläne angepasst werden, wie Gazet Van Antwerpen meldet. 

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