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Belgiens Behörden raten dazu, sich mit Jodtabletten zu einzudecken

Die belgischen Behörden lancieren eine Sensibilisierungskampagne, die die Bürger dazu ermuntern soll, sich eine Packung Jodtabletten ins Haus zu holen. Der Fokus liegt dabei vor allem bei denen Landsleuten, die im Umkreis von 20 km rund um eine nukleare Einrichtung leben, wie z.B. ein Atomkraftwerk oder eine nukleare Forschungseinrichtung. Das Krisenzentrum der belgischen Regierung teilt dazu mit, dass man nicht für Panik sorgen wolle, sondern dass dies eine reine Vorsorgemaßnahme ist. 

Andreas Kockartz
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In Belgien gibt es insgesamt 6 nukleare Einrichtungen. Das sind die Forschungsanlagen und Atommülllager in Mol, Dessel und Geel sowie das Kernkraftwerk Doel bei Antwerpen, sowie das Institut für radiologische Produkte in Fleurus und das AKW Tihange in Huy bei Lüttich. Hinzu kommen in direkter Grenznähe das französische Atomkraftwerk von Cooz und das niederländische AKW Borssele.

Beim Nationalen Krisenzentrum heißt es dazu, dass die Anwesenheit von nuklearen Einrichtungen „eine adäquate Vorbereitung der Behörden und der Bevölkerung“ verlange. Und eine der zu ergreifenden Maßnahmen sei die Möglichkeit, eine Packung Jodtabletten in der Haushaltsapotheke zu haben. Eine solche Infokampagne werden alle paar Jahre auf den Weg gebracht, so ein Sprecher des Krisenzentrums. 

Nur auf ausdrückliche Empfehlung der Behörden einnehmen!

Das Zentrum warnt in diesem Zusammenhang aber davor, präventiv solche Jodtabletten einzunehmen: „Die Einnahme ist nur dann zielführend, wenn sie im richtigen Augenblick erfolgt. Nehmen Sie also niemals Jodtabletten in Eigeninitiative sondern warten Sie auf ausdrückliche offizielle Empfehlungen der belgischen Regierung.“

Wer bereits solche Jodtabletten im Haushalt hat, sollte kontrollieren, ob diese nicht verfallen sind. Liegt das Mindesthaltbarkeitsdatum vor 2011, kann man seine Packung kostenlos in einer Apotheke eintauschen. Eine Dose Jodtabletten ist etwa 10 Jahre lang haltbar. Alle notwendigen Informationen sind auf der Webseite „Nuklearrisiko“ abzurufen. 

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