Im vergangenen Jahr sind im belgischen Bundesland Flandern rund 8.300 Bußgelder verhängt worden, weil Personen ihren Müll einfach so auf die Straße geworfen haben. Das betrifft z.B. Zigarettenkippen, Verpackungen oder auch nicht weggeräumte Hundehaufen. Seit Jahren kontrollieren in Flandern Mitarbeiter der regionalen Abfallgesellschaft oder Beamten der Lokalpolizei solche Vergehen - mit Erfolg.
Flandern: Wieder mehr Bußgelder für Zeitgenossen, die ihren Müll einfach auf die Straße werfen
Kontrolleure der regionalen flämischen Abfallgesellschaft OVAM haben im vergangenen Jahr genau 8.311 Bußgeldbescheide ausgestellt, weil Zeitgenossen ihren Anfall einfach so auf die Straße geworfen oder dort zurückgelassen haben. Das waren rund 3.000 Verwaltungsstrafen mehr als 2021, so OVAM. Die meisten Verfahren betrafen das Wegwerfen von Zigarettenkippen, gefolgt von nicht weggeräumten Hundehaufen oder dem Wegschleißen von Getränke- und anderen Verpackungen. Auch das Spucken von Kaugummis auf den Bürgersteig gehört dazu. Wer hierbei erwischt wird, dem drohen Bußgelder von bis zu 350 €. Unlängst ermöglichte die flämische Landesregierung sogar, diese Verwaltungsstrafen auf bis zu 500 € anzuheben. Inzwischen ruft Umweltminister Demir die Städte und Gemeinden dazu auf, ihre entsprechenden Regelungen dahingehend anzupassen.
Wilder Müll ist ein Ärgernis für so ziemlich jeden Flamen. Auch für mich. Und doch sieht es so aus, dass hartnäckige Leute ihren Müll immer wieder auf der Straße oder in der Natur zurücklassen.“
Landesumweltministerin Zuhal Demir
Seit 2021 kontrollieren die OVAM und die Städte- und Gemeinden gemeinsam dieses Phänomen und die harte Vorgehensweise lohne sich, so Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA): „Wilder Müll ist ein Ärgernis für so ziemlich jeden Flamen. Auch für mich. Und doch sieht es so aus, dass hartnäckige Leute ihren Müll immer wieder auf der Straße oder in der Natur zurücklassen. Wir erhöhen die Möglichkeit, dafür geschnappt zu werden, in dem wir maximal unsere Leute vor Ort einsetzen. Sie sind unsere Augen und Ohren auf der Straße. Sie treffen mit ihren Bußgeldern die Missetäter dort, wo es ihnen am meisten wehtut, in deren Portemonnaie. Denn der Verschmutzer muss bezahlen. So einfach ist das.“
