In Davos in der Schweiz findet diese Woche das Weltwirtschaftsforum statt. Dort treffen sich Regierungschefs und Vorstandsvorsitzende multinationaler Unternehmen, um über die internationale Wirtschaft zu diskutieren. Belgiens König Philippe und Regierungschef Alexander De Croo (Open VLD, flämische Liberale) sind dort am Dienstag mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zusammengetroffen.
Das Treffen fand im Rahmen des Weltwirtschaftsforums statt. Bei dem Gespräch ging es unter anderem um die europäischen Finanzhilfen für die Ukraine.
Belgien spielt vor dem Hintergrund der eingefrorenen russischen Vermögenswerte beim Wertpapierverwalter Euroclear keine unbedeutende Rolle. Auch europäische Waffenlieferungen und der Friedensplan von Selenskyj wurden erörtert.
Zum ersten Mal seit dem Beginn der massiven russischen Invasion in der Ukraine, die am 24. Februar 2022 begann, ist auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj in Davos. Im vergangenen Jahr hatte er noch per Videoschaltung zu den Teilnehmern gesprochen.
In seiner Rede kritisierte Selenskyj nicht unerwartet den russischen Präsidenten Wladimir Putin hart. Aber er hielt dem Westen auch einen Spiegel vor. Selenskyj rief zu mehr Einigkeit im Kampf gegen Russland auf und bat um mehr Unterstützung für sein Land.
Von der Leyen: "Die Ukraine kann sich gegen Russland durchsetzen“
Auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hielt eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum. Sie rief zu zusätzlicher europäischer Unterstützung auf. "Die Ukraine kann in diesem Krieg die Oberhand gewinnen. Aber wir müssen ihr weiterhin die Mittel geben, um Widerstand zu leisten."
"Die Ukraine braucht eine kontinuierliche Versorgung mit Waffen, um sich zu verteidigen und ihr rechtmäßiges Territorium zurückzuerobern", sagte von der Leyen. Das Land brauche auch Kapazitäten, um künftige russische Angriffe abzuschrecken.
