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Die VRT-Factcheckers
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Justiz

VRT-Factcheckers: Die Antwerpener Staatsanwaltschaft ermittelt in Sachen absichtlich zurückgelassener USB-Sticks

Das VRT-Programm Factcheckers hat sich unlängst mit der Sicherheit von USB-Sticks auseinandergesetzt und im Zuge der Recherchen solche Datenspeichergeräte an 22 öffentlichen Orten - z.B. in Gerichtsgebäuden, Universitäten, Kliniken, Polizeiwachen - zurückgelassen. Doch diese Aktion ließ die Behörden aufhorchen und es wurde ein Hackerangriff vermutet. Jetzt ermittelt die Antwerpener Staatsanwaltschaft.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Was als Programm zum Verbraucherschutz und zur Frage der Cybersicherheit gedacht hat, entwickelt sich für die Redaktion der Factchecker beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern zu einem Justizskandal. Das Zurücklassen von USB-Sticks an 22 öffentlichen Orten sorgte für Probleme.

Da verschiedene Behörden in diesem Zusammenhang von einem umfangreichen Hackerangriff ausgingen, wurde ein nationaler Sicherheitsalarm durch die Sicherheitsdienste in Belgien ausgelöst. Damit entwickelte sich die gut gemeinde Sensibilisierungsaktion der Factchecker in Sachen Cybersicherheit zu einem Fall für die Justiz.

Inzwischen ermittelt die Antwerpener Staatsanwaltschaft in dieser Sache, da solche USB-Sticks, 7 an der Zahl, auch im dortigen Justizpalast zurückgelassen wurden.

Fast ein "Lock-In" in der Uniklinik in Löwen

Drei dieser harmlosen und leeren USB-Sticks wurden auch in der Löwener Uniklinik (UZ Leuven) liegengelassen und hier wurde sogar ein sogenannter „Lock-In“ in Erwägung gezogen. Das hätte bedeutet, dass man sich im Rahmen eines Notfallverfahrens digital von der Außenwelt abschließt.

Doch Mitarbeiter der Klinik erkannten auf Bildern einer Überwachungskameras die Gesichter von Moderatoren des Factcheckers-Programms, VRT-Kollegen, die aus Funk und Fernsehen bekannt sind und die für diese Sendereihe im ersten TV-Programm EEN arbeiten.

Nachspiel

In einer schriftlichen Erklärung teilt unser Haus mit, dass dieses Programm sensibilisieren sollte und dass diese Aktion aus diesem Grunde nicht im Vorfeld angekündigt werden sollte. Doch innerhalb des Justizwesens ist man nur bedingt amüsiert und die Aktion sorgte dort für enorme Verärgerung.

Auch die Polizei (alle lokalen Polizeizonen in Belgien erhielten eine Warnung) und das Organ für die Analyse von Bedrohungen der Sicherheitsdienste OCAD, das den Vorgang unter die Lupe nehmen sollte, halten den Vorgang für inakzeptabel. Die Sache wird mit Sicherheit ein Nachspiel haben… 

Solche USB-Sticks ließen die VRT-Fact Checker in der Öffentlichkeit liegen

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