Premierminister Alexander De Croo (Open VLD, Foto) hat am Dienstag im Europaparlament in Straßburg die Prioritäten des belgischen EU-Ratsvorsitzes vorgestellt. Dabei sprach er auch über die anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA und appellierte an mehr europäische Eigenständigkeit.
Belgischer EU-Vorsitz: Premier De Croo spricht in Straßburg über die Herausforderungen für Europa 2024
Europa dürfe sich nicht vor einem Wahlsieg von Donald Trump in den USA fürchten, so der liberale belgische Regierungschef vor dem EU-Abgeordneten in Straßburg. Die Europäische Union müsse viel mehr auf eigenen Beinen stehen und einer protektionistischen Politik in Amerika eine Absage erteilen.
Europa müsse seine Bürger schützen und die Wirtschaft stärken: „Wenn uns 2024 wieder ‚America First‘ bringt, wird Europa mehr denn je zuvor auf sich selbst angewiesen sein. Doch wir dürfen als Europäer keine Angst vor dieser Voraussicht haben. Wir müssen sie umarmen, um Europa eine solidiere Basis zu verschaffen. Stärker, souveräner, autonomer.“
2024 werde ein Jahr, in den unsere Demokratien getestet werden, so De Croo weiter: „Es steht für Europa und für den Westen viel auf dem Spiel.“ Dabei vergaß De Croo auch die Ukraine nicht: „Wir müssen die Solidarität absolut aufrecht erhalten. Für die USA und andere Bundesgenossen ist die Unterstützung für die Ukraine eine strategische Frage, eine geopolitische Erwägung. Für uns Europäer ist die Unterstützung der Ukraine eine existentielle Frage. Sie betrifft das Herz unserer Sicherheit und unserer Wohlfahrt.“

