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Inland
Wirtschaft

Konflikt im Roten Meer: Wirtschaftliche Folgen auch in Flandern spürbar

Inzwischen leiden auch einige flämische Unternehmen oder ausländische Unternehmen mit Aktivitäten unter den Folgen der Angriffe der Huthi-Rebellen aus Jemen auf internationale Frachtschiffe im Roten Meer. „Es ist fast so, wie in der Coronakrise“ ist vereinzelt zu hören. Der belgische Unternehmerverband VBO sieht dies ähnlich und fordert Kurzarbeits-Regelungen wie zu Zeiten von Covid 19. 

Andreas Kockartz
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Neben Volvo Cars in Gent gehören auch kleinere und mittelständische Unternehmen aus Flandern zu den Opfern des Konflikts im Roten Meer. Dazu gehören z.B. der Düngemittellieferant Emexon International in Veurne oder auch das Möbelunternehmen Weba aus Gent. Während Emexon in Belgien kauft und nach Asien exportiert, importiert Weba rund ein Dritten seiner Produkte aus Fernost.

Volvo Cars im Genter Hafen muss in dieser Woche die Produktionsbänder für die Dauer von drei Tagen anhalten, da eine Lieferung von Bauteilen aus China erst verspätet ankommen wird. Verschiedene Supermärkte nicht nur in Flandern, sondern in ganz Belgien, werden Nachschubprobleme für bestimmte Obst- und Gemüsesorten haben.

Viele fühlen sich schon an die wirtschaftlichen Probleme zu Coronazeiten erinnert und der belgische Unternehmer- und Arbeitgeberverband VBO bringt bereits eine Forderung nach einer möglichen ähnlichen Kurzarbeiterregelung wie in Covid 19-Zeiten ins Gespräch. 

"Probleme wie bei Corona…"

Christa Sys, Professorin für Maritime Wirtschaft an der Universität Antwerpen (UAntwerpen) sagte dazu gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Trends: „Wir wissen nicht, wie viele Fabrikanten etwas aus der Coronakrise gelernt haben. Sie haben ihre Vorräte und Lagerbestände jahrelang nach dem Just-in-Time-Prinzip angelegt, nach dem sie bestellten, was sie gerade brauchten. Die Pandemie verursachte Probleme bei der Zulieferkette, wodurch einige zum Just-in-Case-Prinzip umgeschaltet haben, wobei Vorräte und Lagerbestände erhöht wurden, um das Risiko von Lieferschwierigkeiten zu vermeiden.“

Professorin Sys geht aber nicht davon aus, dass die Verbraucher das spüren werden: „Die Konsumenten müssen noch keine Preisanstiege zu befürchten.“ 

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