Gemeinsam mit 7 Unternehmen aus der Privatwirtschaft hat die flämische Landesregierung das Projekt „Flanders Technology and Innovation“ (FIT) aus der Taufe gehoben. In den kommenden Monaten liegt hier der Fokus bei 3 Schwerpunkten: Gesundheit, Energie und Entertainment. FIT ist eine Gesellschaft, die als „Katalysator für Investitionen in technologische und innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen“ dienen soll, wie Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) dazu bemerkte.
"Flanders Technology and Innovation" - Strategisches Projekt mit 10 Jahren Laufzeit
Für „Flanderns Technology and Innovation“ macht die flämische Landesregierung gemeinsame Sache mit 7 privatwirtschaftlichen Unternehmen: Brussels Airport, die Allfinanz-Gruppe KBC, das Zentrum für Förderung digitaler Innovation COI, das Forschungs- und Partizipations-Unternehmen Cronos Groep, das internationale IT-Unternehmen Cegeka sowie die Telekomanbieter Proximus und Telenet. Die Regierung bringt 1 Mio. € in das Projekt ein und die dazu gehörenden Unternehmen sind mit jeweils 500.000 € mit dabei. FTI ist kein Unternehmen der öffentlichen Hand, sondern ein Start-Up, in den mögliche zukünftige Landesregierungen weiter Mittel investieren können.
Ministerpräsident Jambon sieht zunächst eine Laufzeit von 10 Jahren. „Wir werden diese Mittel gebrauchen, um ein kreatives Team an Themen arbeiten zu lassen, die gesellschaftlich relevant sind“, so der flämische Nationaldemokrat: „Partner, die es wünschen, zur Entwicklung von neuen Businesscases einen Beitrag zu leisten, sollen dafür eine Vergütung zahlen.“ In bestimmten Fällen ist sogar möglich, dass Spin-Offs entstehen, in denen FTI partizipieren kann.
Ungenutztes Datenpotential
Innerhalb von Technologie und Innovation spielen Daten eine entscheidende Rolle. Heute zirkulieren Massen an Daten, deren Potential (noch) nicht voll und ganz genutzt wird. Dabei handelt es sich nicht selten um persönliche oder sensible unternehmerische Daten, deren Nutzung von der Zustimmung der Eigner abhängt.
FTI will einen vertrauenserweckenden Kontext schaffen, in dem solche sensiblen Daten auf eine sichere Art und Weise ausgetauscht werden können. Dabei ist wichtig, den Bürgern zu versichern, dass solche Daten lediglich dann geteilt werden, wenn dies absolut notwendig ist. Ungenutzte oder überflüssige Daten sollen nicht missbraucht werden können oder zirkulieren.
Drei konkrete Bereiche
In den kommenden Monaten will „Flanders Technology and Innovation“ seinen Fokus auf drei Bereiche legen:
FTI will Menschen dazu stimulieren, ihre Daten dazu zu nutzen, um damit an der eigenen Gesundheit zu arbeiten, um so mehr auf Prävention zu setzen.
Wie können die Menschen weniger und effizienter Energie verbrauchen und so mehr Kontrolle über ihre Rechnungen haben. Dazu wird FTI gemeinsam mit den Sektor-Mitspielern Elia (belgischer Stromnetzbetreiber) und VITO (flämische Forschungsorganisation für Cleantech und Nachhaltigkeit) einen Energie-Innovations-Hup auf die Beine stellen.
FIT wird gemeinsam mit Flanders Investment & Trade (FIT) und dem Techno-Festival Tomorrowland an einem Entertainment-Hub bauen, in dem Start-Ups und gefestigte Unternehmen neue Anwendungen entwickeln.
Die Gründung von „Flanders Technology and Innovation“ reiht sich terminlich passend zur alle zwei Jahre stattfindenden Technologie-Festivalwoche (15. bis 24. März 2024), zum „Open Technology & Innovation Day“ (17. März 2024) und zum Baubeginn des Entertainment-Camus rund um „de Schorre“ in Boom (Prov. Antwerpen) wo u.a. Tomorrowland stattfindet, ein. In den kommenden Wochen wird ein Managementteam und ein unabhängiger Beraterstab für FTI zusammengestellt.
