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Inland
Politik

Finanzminister Van Peteghem will den Kostenanstieg für Firmenwagen mit Verbrennungsmotor mildern

Belgiens Finanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V, Foto) will nicht, dass die Nutzer von Firmenwagen mit Diesel- oder Benzinmotor in Belgien dieses Jahr plötzlich wesentlich mehr Abgaben auf ihre Vorteile aufbringen müssen, als in den vergangenen Jahren. Der flämische Christdemokrat hat dazu einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, der dem Kernkabinett der Bundesregierung unterbreitet wurde.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Wer einen Firmenwagen fährt, den er auch privat nutzen kann, genießt von einem System, dass sich „Vorteil jeglicher Art“ nennt. Darauf müssen bestimmte steuerliche Abgaben geleistet werden. Wie hoch diese Abgaben sind, hängt unter anderem vom CO2-Ausstoß des jeweiligen Fahrzeugs ab. Doch jetzt drohen den Fahrern von diesel- oder benzinbetriebenen Firmenwagen deutlich höhere Abgaben.

Dieses Jahr könnten diese um rund 20 % höher ausfallen, als in der Vergangenheit. Grund ist die Berechnung des „Vorteils jeglicher Art“ auf Basis des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes von neu angemeldeten Fahrzeugen. Dieser aber ist deutlich gesunken, da in letzter Zeit wesentlich mehr elektrisch angetriebene Firmenwagen angemeldet wurden.

Rasche Entscheidung vonnöten

Doch so weit will es Finanzminister Van Peteghem nicht kommen lassen. Er hat einen Vorschlag ausgearbeitet, nach dem die Abgaben für Diesel- und Benzinautos schrittweise abgebaut werden sollen. Das Prinzip, dass umweltverschmutzende Firmenwagen höher belastet werden, ändert sich im Prinzip nicht, doch die Besteuerung der „Vorteile jeglicher Art“ soll weniger schnell ansteigen.

Allerdings muss sich die belgische Regierung schnell zu diesem Vorschlag einig werden, denn die Sozial- und Personalabteilungen der Unternehmen müssen schließlich die Löhne und Gehälter des Monats Januar ausrechnen. Eine Alternative wäre, dass für die „Vorteile jeglicher Art“ in einer ersten Phase noch auf die Berechnungen des Systems von letztem Jahr zurückgegriffen wird und dass spätere Anpassungen rückwirkend berechnet werden. 

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