Das Museum van Buuren ist dem Bänker-Ehepaar Alice und David van Buuren zu verdanken. Dieses Kunstliebhaber-Ehepaar ließ das Gebäude und die Gartenanlagen ab 1924 von dem Architekten Léon Emmaluel Govaerts im Stil der Amsterdamer Schule bauen. Fertiggestellt wurde das Gebäude 1928. Die Gärten des Museums gehören seit August 2023 zur „European Route of Historic Gardens“.
Das Museum van Buuren in Ukkel – Ein Juwel unter den Brüsseler Kunst- und Kulturstätten
Fertiggestellt wurde das Gebäude 1928. Seit 1975 sind dieses Kunstmuseum mit der Sammlung der van Buurens und der dazugehörende Garten öffentlich zugänglich. Die Gärten wurden von den Landschaftsgärtnern Jules Buyssens und René Pechère gestaltet. 2008 wurden die Anlagen von Grund auf restauriert.
Das Innere des Gebäudes gilt als Meisterwerk des Art-Déco. Eingerichtet wurde das Haus von den seinerzeit angesagtesten Designern aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden. In diesem Gebäude herrscht eine sehr intime Atmosphäre, die die Besucher durchaus spüren. Das mag damit zu tun haben, dass das Museum eigentlich als Privathaus und -wohnung gedacht war.
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Die Kunstsammlung
Diese ursprünglich private Atmosphäre wird durch die einmaligen und seltenen Möbel ebenso unterstrichen, wie durch die eigens dafür angefertigten und signierten Teppiche, die Fenster und die Kunst in allen Räumen und an den Wänden. Alle Kunstwerke stammen von namhaften belgischen aber auch internationalen Künstlern und sie hängen noch dort, wo sie seinerzeit von den Van Buurens aufgehängt oder positioniert wurden.
Unter den Kunstwerken sind Skulpturen und Gemälde von u.a. James Ensor, von Vincent Van Gogh, von Pieter Brueghel dem Älteren („Der Fall des Ikarus“, Foto unten) und von Gustave Van de Woestyne. Dieser war wohl der Lieblingsmaler von David van Buuren, denn der Mäzen erwarb 32 Werke dieses Künstlers. Wunderbar ist auch „Der Kniende“ von George Minne am Aufgang zur Treppe, die zur zweiten Etage führt (Foto unten). Das Treppenhaus ist auch von den dort installierten Lampen geprägt. Darunter ist eine Hängelampe aus Glas und Bronze mit Blumen und geometrischen Formen zu sehen (Foto ganz unten). Geschaffen hat diese Lampe der Designer Jan Eisenloeffel, ein Künstler mit Nähe zur „Wiener Sezession.“
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Die Gartenanlagen
Die Gartenanlagen stellen einen weiteren Höhepunkt dar und gelten als ein Meisterwerk der Gartenbaukunst. Der „Einfache Garten“, der „Pittoreske Garten“ und der „Große Rosengarten“ wurden Ende der 1920er Jahre von Jules Byussens im Art-Déco-Stil entworfen und angelegt. In den 1960er Jahren schuf René Pechère das Labyrinth und den „Garten des Herzens“.
Auf Drängen von Alice van Buuren wurde der Park als ein Ort eingerichtet, durch den man spazieren gehen kann, in dem man träumen kann und sich in Gedanken verlieren darf und soll. Ab 2009 wurden die Anlagen renoviert und 2015 bekam diese Restaurierung schon den europäischen Kulturerbe-Award „Europa Nostra“.
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Museum und Gärten in die "European Route of Historic Gardens" aufgenommen
Das Museum und die Gärten van Buuren in der Brüsseler Gemeinde Ukkel sind im August 2023 in die „Europäische Route für historische Gärten“ aufgenommen worden. Damit wurde zum ersten Mal eine solche Anlage aus Belgien in dieses prestigeträchtige internationale Netzwerk aufgenommen.
Manon Margotteaux, die Konservatorin der Einrichtung, zeigte sich gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ hocherfreut: „Das ist eine große Anerkennung für all die Arbeit, die hier gemeinsam mit der Region Brüssel-Hauptstadt verrichtet wird.“ Sie hofft, dass sich dadurch über dieses Netzwerk neue Kooperationen ergeben und dass Erkenntnisse auf diesem Wege über Grenzen hinweg ausgetauscht werden können.
Die „European Route of Historic Gardens“ wurde 2016 mit dem Ziel gegründet, das kulturelle Erbe von historischen Gärten in Europa zu erhalten und zu promoten.
Diese Aufnahme kommt Ans Persoons (one.brussels/Vooruit), Brüssels Staatssekretärin für Raumordnung, Städtebau und Kulturerbe sehr entgegen, wie sie im August 2023 gegenüber BRUZZ sagte: „Meine Ambition ist, die Arbeit für die Werbung und den Schutz des Kulturerbes von Brüssel weiter fortzusetzen. In naher Zukunft wird ein spezifisches Brüsseler Laben erarbeitet, das sich speziell an die Parks und Gärten in der Hauptstadt richtet.“
Info: Museum van Buuren, Leo Erreralaan, 41, 1180 Brüssel/Ukkel, www.museumvanbuuren.be oder www.europeanhistoricgardens.eu
