Im vergangenen Jahr sind in Belgien weniger Nutztiere, wie Schafe, Ziegen oder Kälber Opfer von Angriffen durch Wölfe geworden. Dies melden die Tier- und Naturschutzverbände Wolf Fencing Team in Flandern und Réseau Loup in der Wallonie. Diese Verbände geben als Grund für diese Entwicklung an, dass die Landwirte ihre Tiere besser schützen.
Dass die Landwirte ihre Wiesen und Weiden besser gegen Wölfe schützen ist auch und gerade auf die Präventionsempfehlungen der Tier- und Naturschutzverbände zurückzuführen.
Aus Zahlen der verschiedenen Gruppen, die in Belgien in Sachen Wolf aktiv sind, ist ersichtlich, dass 2023 in Flandern 78 Tiere von Wölfen getötet wurden. Im Jahr davor lag diese Zahl noch bei fast 150 toten Tieren. In der Wallonie wurden letztes Jahr 41 von Wölfen getötete Nutztiere registriert. 2022 lag diese Zahl hier noch bei 93 toten Tieren.
Das Wolf Fencing Team, Réseau Loup und die Vereinigung „Willkommen Wolf“ teilen mit, dass es möglich sei, dass Mensch und Wolf zusammenleben können. Es gelte dabei aber, alle möglichen Maßnahmen und Empfehlungen zum Schutz von Wiesen in der Nähe des Lebensraums von Wolfsrudeln, auf denen Nutztiere grasen, zu nutzen und einzuhalten.
Die regionalen Regierungen bieten Zuschüsse für die Sicherung von Wiesen und Weiden gegen Wölfe und die Naturschützer bieten den Tierhaltern Kurse und aktive Hilfe an. Durch Wolfsangriffe geschädigte Landwirte werden überdies in Belgien entschädigt.
