Die belgische Bundesregierung erhöht in den kommenden Jahren die Budgets für die Notfallmedizin. Letztes Jahr lagen die zur Verfügung stehenden Mittel bei 91 Mio. €, für dieses Jahr sind 146 Mio. € vorgesehen und für 2025 wird der entsprechende Haushalt auf 240 Mio. € aufgestockt, wie Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) mitteilte.
Belgien: Mehr Geld für schnelle medizinische Hilfe, z.B. für die Notfallmedizin
Diese Mittel sollen für eine weitere Professionalisierung der Notfallmedizin und des Ambulanzsektors eingesetzt werden, so Vandenbroucke. Der flämische Sozialist unterstrich aber gegenüber VRT NWS, dass ehrenamtliche Ersthelfer willkommen bleiben, doch um einen adäquaten Einsatz rund um die Uhr gewährleisten zu können, sind in Belgien mehr professionelle Notfallhelfer nötig.
Die Notfallmedizin fußt in Belgien auf drei Pfeiler: Kranken- und Rettungswagen, paramedizinische Intervention und mobile Notfalldienste. Doch bis jetzt ist nicht eindeutig geregelt, wie sich diese frei Pfeiler konkret definieren und wie sie im Einzelnen finanziert werden. Dies soll Reformiert und klarer von einander getrennt werden, so Gesundheitsminister Vandenbroucke.
Auch der Einsatz von ehrenamtlichen Notfall- und Ersthelfern bleibt bestehen, denn ohne diesen geht es dann wohl doch nicht. Die Ausbildung dieser Ehrenamtlichen bleibe bestehen und werde fortgesetzt, woran sich auch im Zuge einer weiteren Professionalisierung des Sektors nichts ändern werde.
