Am Donnerstag sind in Boom (Provinz Antwerpen) Maßnahmen vorgestellt worden, wie bei dem dort findenden Festival für elektronische Musik, Tomorrowland, Todesfälle nach Drogenkonsum vermieden werden können. Im vergangenen Jahr waren am Rande des Festivals 2 Menschen nach der Einnahme von Drogen gestorben.
Tomorrowland - Wie sollen dort weitere Drogentote vermieden werden?
Die beiden Toten bei der Tomorrowland-Ausgabe 2023 waren ein 27 Jahre alter Mitarbeiter der Festivalveranstalter und ein 35 Jahre alter Festivalbesucher aus Thailand.
Jetzt stellten die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Organisatoren ihre Herangehensweise an das Problem vor. Dazu gehört eine Aufklärungskampagne, die sich an die ausländischen Festivalbesucher richtet, in der unterstrichen wird, dass Drogen in Belgien verboten sind.
Die Polizei wird in diesem Jahr genauer darauf achten, ob Drogen dort gehandelt und konsumiert werden und es wird dort mobile Labors des NICC (das Nationale Institut für Kriminalistik und Kriminologie) geben, mit denen beschlagnahmte Drogen auf ihre Zusammenstellung untersucht werden.
Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Polizei, Gericht und Veranstaltern, für eine sichere Umgebung für alle Besucher zu sorgen.“
Bundesjustizminister Paul Van Tigchelt
Damit können die Tomorrowland-Besucher auch vor möglicherweise gefährlichen Substanzen schneller gewarnt werden, so Bundesjustizminister Paul Van Tigchelt (Open VLD): „Es ist eine gemeinsame Aufgabe von Polizei, Gericht und Veranstaltern, für eine sichere Umgebung für alle Besucher zu sorgen.“
Van Tigchelt kündigte auch an, dass Festivalbesucher, die mit Drogen erwischt werden, das Gelände sofort verlassen müssen. Ihnen droht ebenfalls eine saftige Geldbuße. Dealer werden vor Gericht gestellt. Bei der letzten Ausgabe stellte die Polizei in Boom rund 350 Personen, die Drogen mit sich führten. Insgesamt 36 gefasste Dealer wurden verhaftet und mussten sich vor Gericht verantworten.
Mit den Veranstaltern wurde auch vereinbart, dass die Polizei auf dem Gelände, aber auch verdeckt auftreten wird, die Debby Wilmsen von Tomorrowland gegenüber VRT NWS angab: „So können nicht nur Leben gerettet werden, sondern auch das Ansehen von diesem und anderen Festivals oder Nachtclubs, die als sichere Orte gelten sollen.“
