Influencer in Belgien dürfen ihre Adresse auch über einen Link auf deren Webseite erkennbar machen. Das bedeutet, dass die Anschrift von Influencern nicht mehr auf deren sozialem Medienkanal sichtbar sein muss, wie die flämische Tageszeitung De Standaard in ihrer Dienstagsausgabe meldet.
Neue Interpretation der Regeln für Influencer in Belgien nimmt Rücksicht auf deren Privacy
Die Regeln zu dieser Frage sind damit nicht verändert oder angepasst worden, sondern das belgische Wirtschaftsministerium lockerte mit einer neuen Interpretation der entsprechenden Vorschrift lediglich das Regelwerk für Influencer. Für Experten in Sachen Schutz des Privatlebens ist dies der richtige Weg.
Aus dem Kabinett von Belgiens Staatssekretärin für Verbraucherschutz Alexia Bertrand (Open VLD) verlautet dazu, dass es sich bei diesem Vorgang um eine neue Option handele: „Neben der Möglichkeit, eine Geschäftsadresse bei einem Unternehmenszentrum zu hinterlassen, ist dies für Influencer eine weitere eine Art und Weise, mit der vermieden wird, dass diese ihre Privatadresse direkt auf ihrer sozialen Medienplattform vermelden müssen.“
Weiter hieß es dazu, dass die Staatssekretärin schon seit einigen Wochen auf EU-Ebene dabei sei, zusätzliche Wege zu finden, um deren Privacy zu schützen. Was mit bisher ausgeschriebenen Bußgeldern geschieht, die in diesem Zusammenhang bisher verhängt wurden, ist unklar. Influencer, die sich weigerten, ihre geschäftliche Adresse adäquat zu melden, riskierten in Belgien eine Strafe von bis zu 80.000 €.
Das Problem dabei ist, dass die Geschäftsadresse von Influencern in den allermeisten Fällen jeweils auch die Privatadresse ist, was in Sachen Schutz des Privatlebens und den entsprechenden Gesetzen für offene Fragen sorgt.
