Zum Hauptinhalt springen

Randale in der Neujahrsnacht: Verbotenes Feuerwerk und rund 200 Festnahmen in Brüssel und Antwerpen

Der Jahreswechsel ist auch in Belgien leider nicht überall fröhlich gefeiert worden. In Brüssel wurden in der Nacht rund 140 Personen festgenommen und in Antwerpen knapp 60. Vor allem wurde vielerorts das Verbot für privates Feuerwerk schlichtweg ignoriert, doch es kam auch zu Krawallen mit Randalierern. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:
Aktualisiertupdate:

Die lokale Polizei von Antwerpen nahm in der Neujahrsnacht fast 60 Personen fest. Dabei handelte es sich vor allem um Personen, die illegal Feuerwerkskörper abfeuerten oder die mit Böllern auf Umstehende warfen. Im Ortsteil Kiel lieferten sich Jugendliche, die Feuerwerkskörper auf Polizeiautos und andere PKW abfeuerten, ein Katz- und Mausspiel. Von denen Krawallmacher, die vorab von der Polizei zu Hausarrest verdonnert wurden (weil sie letztes Jahr schon unangenehm aufgefallen waren) wurden zwei dann doch verhaftet.

Doch auch Randalierer, die Sachbeschädigungen durchführten, wurden festgenommen. Ein Polizeiwagen wurde völlig zerstört, Autos wurden in Brand gesteckt und einige Bushäuschen mussten dran glauben. Zeitweise musste die Polizei in Antwerpen Blockaden wegräumen, die Randalierer mit Steps, Fahrrädern oder Straßenmobiliar errichtet hatten.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Sinnlose Zerstörung

In Brüssel wurden bis etwa 1 Uhr am frühen Morgen rund 140 Personen festgenommen - mehr als doppelt so viel, wie im vergangenen Jahr. Insgesamt meldeten Polizei in der Neujahrsnacht in der belgischen Hauptstadt 226 Einsätze und Feuerwehr und Notdienste mussten 69 Mal ausrücken. Darin sind aber auch die "normalen" Einsätze mit aufgeführt. Die Brüsseler Polizei zeigte sich einmal mehr schockiert darüber, dass Einsatzkräfte angegriffen wurden. Es flogen Böller in Richtung von Polizisten, Ersthelfern und Feuerwehrleuten. Ein Brüsseler Feuerwehrmann sprach von kriminellen Handlungen: "Man hat Feuerwerkskörper horizontal und direkt auf und abgeschossen." 

Auch in Gent kam es zu Polizeieinsätzen, vor allem wegen des Abfeuerns von illegalem Feuerwerk. Das amtliche Verbot der Stadt wurde hier fast völlig ignoriert. Ein Video einer Person, die das Treiben beobachtete, zeigt, wie Feuerwerkskörper in die Menge der umstehenden Menschen gefeuert wurde. "Lebensgefährlich" ist von Umstehenden zu hören (Video unten).  

ANSEHEN
Brüssel-Anderlecht

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5