Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Multinationals werden ab diesem Jahr in Belgien besteuert, wenn auch nur gering

Seit dem 1. Januar 2024 müssen multinationale Unternehmen, die auch in Belgien Niederlassungen betreiben, hier eine Mindeststeuer entrichten. Belgien ist damit eines der ersten Länder in der Europäischen Union (und darüber hinaus), die eine solche Steuer gesetzlich verankert. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Noch im Dezember 2023 hatte die Erste Kammer im belgischen Bundesparlament einem Gesetzesentwurf von Bundesfinanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) zugestimmt, mit dem eine Besteuerung von Multinationals in unserem Land möglich wird.

Belgien ist damit eines der ersten Länder, dass eine solche internationale Mindeststeuer in sein nationales Gesetzbuch einpflegt. Im vergangenen Sommer hatten insgesamt 138 Länder beim OECD-Gipfel in Paris eine solche Minimalsteuer für global auftretende Unternehmen vereinbart.

Konkret verpflichtet das entsprechende Gesetz die in Belgien aktiven Multinationals dazu, bei einem Umsatz von über 750 Mio. € in unserem Land 15 % Körperschaftssteuer zu zahlen. Finanzminister Van Peteghem verspricht sich davon, dass der belgische Staat dadurch schon im neuen Jahr rund 634 Mio. € einnehmen kann. Der flämische Christdemokrat sagte zu dieser Steuer, dass diese ein historischer Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit sei.

Mehrere Parteien und Gewerkschaften in Belgien fordern eine solche Regelung nicht erst seit gestern und auch weite Teile der hiesigen Zivilgesellschaft übten Druck auf die Bundesregierung aus, die Vereinbarung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rasch Folge zu leisten.    

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5