Der Stier, der einige Tage lang stur auf einer Insel in der Maas in der Nähe von Lanaken bleiben wollte, konnte dann doch noch von dort gerettet werden. Ende der vergangenen Woche fingen Naturschützer den Galloway-Stier ein und brachten ihn mit einem Boot an Land, von wo aus er zu einem Naturschutzgebiet in den südlichen Niederlanden gebracht wird.
Der „sture Stier“ hatte tagelang auf einer Insel in der strömenden Maas an den Ufern von Lanaken in Flämisch-Limburg und Itteren in Niederländisch-Limburg ausgeharrt. Als der Pegel der Maas durch den anhaltenden Regen in den vergangenen Tagen stiegen, holten Mitarbeiter der Naturschutzorganisation Free Nature die auf einer Insel lebende Herde Galloway-Rinder dort weg, doch ein Stier wollte nicht mitkommen.
Das Tier war von seiner Herde verstoßen worden und ließ sich nicht einfangen. Doch der steigende Pegel der Maas sorgte für Unruhe und es stand zu befürchten, dass das Tier dort ertrinken würde. Obschon die Gefahr eigentlich gebannt war, wollte Free Nature den Stier von dort wegholen, was am vergangenen Freitag auch gelang (Video und Fotos unten).
Das Tier wurde mit Heu und Vitaminkuchen angelockt und an Bord eines Bootes von der Insel geholt. Sicher ist sicher, so die Naturschützer, denn zum Jahreswechsel wird wieder mit starken Regen gerechnet und dann könnte dem Stier doch Gefahr drohen.
Jetzt wird er zu einer naturbelassenen Weidelandschaft in der Nähe von Heerlen in der Provinz Südlimburg in den Niederlanden in der Nähe des Dreiländerecks in der Euregio Maas-Rhein gebracht. Der Rest der Heerde Galloway-Rinder bleibt indessen in der Gegend von Lanaken in Flandern.


