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Wirtschaft

Belgien: Historisch? Arbeitslosigkeit auf historischem Tiefststand

Die Arbeitslosigkeit ist in Belgien weiter deutlich gesunken. Im November waren insgesamt 273.000 voll entschädigte Arbeitslose bei den regionalen Arbeitsämtern gemeldet. Das ist der niedrigste Stand seit den 1970er Jahren, so die Statistik. Arbeitsmarktanalysten sprechen hier von einem historischen Tiefststand. 

Andreas Kockartz
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Im Vergleich zu vorangegangenen Jahren ist dies ein sehr deutlicher Rückgang: 2019, 2020 und 2021 lagen diese Zahlen zum Jahresende jeweils bei über 300.000. Man müsse bis in die 1970er Jahre zurückschauen, um niedrigere Zahlen zu finden, so der Arbeitsmarktanalyst Jan Denys vom HR-Dienstleister Randstad.

Im Zu Ende gegangenen Jahr 2023 bewegten sich die Arbeitslosenzahlen um mehr oder weniger 285.475 Betroffene. Gründe sieht Denys in den Bemühungen, Arbeitslose besser begleitet in den Arbeitsmarkt zu integrieren, und in der Schaffung neuer Arbeitsplätze: „Es wurden hier niemals mehr Arbeitsplätze geschaffen, als unter den Regierungen Michel und De Croo. Diese Regierungen sorgen echt für Rekordzahlen.“ 

Weniger Wachstum nötig, um Stellen zu schaffen“

Denys beobachtet in diesem Zusammenhang, dass Belgien seinen Fokus mehr und mehr auf Dienstleistung verlegt und weniger auf die Industrie: „Darum braucht es weniger Wirtschaftswachstum, um neue Stellen zu schaffen.“ Hinzu komme noch, so der Randstad-Analyst, dass viele Pensionierte durch jüngere und besser qualifizierte Arbeitsuchende ersetzt werden, „die mehr Chancen haben, auf den Arbeitsmarkt zu gelangen.“  

Regional gestaltet sich dies aber unterschiedlich. Während in Flandern die Vollbeschäftigung keine Utopie mehr ist, sind die Arbeitslosenzahlen in der Brüsseler Region und in der Wallonie etwas höher: Flandern (Oktober 2023) 3,83 % - minus 5,5 %, Brüssel 14,13 % - minus 3,9 %, Wallonie 9,76 % - minus 4,2 %. 

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