6 von 10 Autofahrern in Belgien fahren auf den Autobahnen zu nah auf den Vordermann auf. Das bedeutet, dass der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug weniger als 2 Sekunden beträgt. Etwa jeder dritte Fahrer, der zu nah auffährt, hat weniger als 1 Sekunde Abstand, so das belgische Institut für Verkehrssicherheit (VIAS).
Warnung des Verkehrsinstituts: Zu viele Autofahrer in Belgien fahren zu nah auf
VIAS stellt dies aufgrund von Wahrnehmungen bei über 4 Millionen Straßenfahrzeugen fest: Fast 4 Millionen PKW sowie 400.000 Lastwagen und Busse. Dieses Phänomen betrifft also bei weitem nicht nur die PKW-Fahrer. Bei diesen Messungen stellte das Verkehrsinstitut auch fest, dass etwa jeder dritte LKW-Fahrer nicht ausreichend Abstand hält. Bei Bussen wird meistens ein größerer Abstand gehalten.
VIAS-Sprecher Stef Willems kündigte an, dass es im Rahmen der neuen belgischen Straßenverkehrsordnung, die Ende 2025 in Kraft treten wird, einen neuen Mindestabstand geben wird. „Abstand halten kann bis zu 1.000 Unfälle pro Jahr vermeiden“, so Willems gegenüber VRT NWS: „Ein Drittel der Unfälle auf der Autobahn sind Auffahrunfälle, zumeist, weil kein sicherer Abstand gehalten wird.“
Ein Drittel der Unfälle auf der Autobahn sind Auffahrunfälle, zumeist, weil kein sicherer Abstand gehalten wird.“
Stef Willems, Verkehrsinstitut VIAS
Im kommenden Jahr werden Systeme getestet, mit denen der Abstand zwischen zwei fahrenden Autos besser und genauer gemessen werden kann. Ab 2026 gilt dann der gesetzlich festgelegte Mindestabstand von 2 Sekunden zum vorausfahrenden Fahrzeug. Aktuell heißt es noch recht vage, dass man einen „ausreichenden Sicherheitsabstand wahren muss.“
Bei Lastwagen und Bussen ist allerdings schon jetzt vorgeschrieben, dass man außerhalb des urbanen Kontextes mindestens 50 Meter Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten muss.
