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Belgien: Regenwetter sorgt für den niedrigsten Stickstoffausstoß seit 15 Jahren

Im zu Ende gehenden Jahr 2023 hat sich die Qualität der Luft in den vier größten Städten Belgiens (Antwerpen, Brüssel, Charleroi und Gent) wieder auffallend verbessert. Zum ersten Mal ist der durchschnittliche Stickstoffausstoß unter die Richtlinie gesunken, die die Europäische Union bis 2030 erreichen soll. Dies ist aus vorläufigen Zahlen der Interregionalen Umweltzelle (IRCEL) in Belgien ersichtlich. Auch der Feinstaubausstoß liegt demnach historisch niedrig. Belgien sei auf dem besten Weg, die von der WHO empfohlenen Grenzwerte zu erreichen, heißt es dazu. 

Andreas Kockartz Belga
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Stickstoffoxyd ist ein typisch verkehrsgebundener Schadstoff. Die EU-Kommission fordert eine Reduzierung um 30% des entsprechenden Ausstoßes bis 2030 im Vergleich zu 2021 mit einem Zwischenziel von 20% bis 2025. Belgien ist auf einem guten Weg, dies erreichen zu können. Während der Coronakrise erreichte dieser Schadstoffausstoß einen Tiefpunkt, doch in der Zeit danach gingen die Werte wieder nach oben.

Doch im noch laufenden Jahr erreichte Belgien an den IRCEL-Messpunkten in den vier Großstädten Antwerpen, Brüssel, Charleroi und Gent zum ersten Mal eine noch geringere Menge Stickstoff - etwa die Hälfte von dem, was dort noch vor 15 Jahren registriert wurde.

Für IRCEL gibt es dafür einige Erklärungen. So tragen die strengeren Ausstoßnormen und die LEZ-Zonen (Niedrig-Emmissionszonen) in einigen Großstädten dazu deutlich bei und nach und nach wird der Fahrzeugpark in Belgien „entdieselt“. Nicht zuletzt stößt die letzte Generation der Dieselfahrzeuge deutlich weniger Stickstoffoxyde aus, als die älteren Wagen. 

Feuchte Wetterumstände sind hier günstig

Doch auch das feuchte Wetter hat einen positiven Einfluss auf den Stickstoffausstoß, so die Feststellung. Bei Regen und Wind wird die Luftverschmutzung verdünnt.

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass dadurch auch die bestehenden EU-Richtwerte für Feinstaub gesenkt werden. Auch in diesem Bereich erreichte Belgien die EU-Grenzwerte für 2030.

Noch nie waren diese Werte in den 4 hier genannten belgischen Metropolen so niedrig, wie im zu Ende gehenden Jahr. Sogar an eher ländlichen Messpunkten von IRCEL wurden ähnliche Werte gemessen. Auch wenn der Feinstaubausstoß langfristig sinken wird, ist für die aktuelle Lage das feuchte aber in dieser Hinsicht günstige Wetter eine Erklärung. 

LEZ-Zone Gent

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