In Ostbelgien, in den deutschsprachigen Gemeinden in der Provinz Lüttich und in der Lütticher Gegend, führen die Flüsse nach dem anhaltenden Regen der letzten Tage sehr hohe Pegelstände und lokal ist mit Überschwemmungen zu rechnen. Das ist besonders der Fall an den Ufern der Our zwischen Sankt-Vith und der luxemburgischen Grenze.
Vorerst leichte Entspannung: Die Flüsse im Osten Belgiens führen weiter viel Wasser
An der Our (Video unten) steigen die Pegel stündlich und im Laufe des Dienstags wurde dort mit dem Höchststand gerechnet. Inzwischen hat die wallonische Wasserverwaltung dort die Warnstufe „Code Rot“ erlassen. Auch an der Weser, der Ourthe und der Amel haben die Flusspegel inzwischen die Vorwarnstufe erreicht, doch hier soll nach Behördenangaben keine akute Gefahr herrschen. An der Ourthe bei Tilff in der Nähe von Lüttich ist der Fluss an einigen Stellen über die Ufer getreten.
An Weser und Amel bleiben die Pegel auch in den kommenden Tagen hoch, doch Sarah Pierre, Sprecherin der öffentlichen wallonischen Verwaltung (SPW) sagte am Dienstag gegenüber unseren frankophonen Kollegen der RTBF, dass keine Gefahr für die Bevölkerung drohe: "Dies wird die Bevölkerung nicht direkt betreffen. Wir erwarten noch moderate Niederschläge, doch es wird nach und nach trockeneres Wetter geben. Wir sind sehr zuversichtlich, doch wir beobachten die Situation in Realtime."
Für Mittwoch und Donnerstag werden hier keine starken Niederschläge erwartet und die Lage kann sich weiter entspannen. Doch für Freitag und für das Wochenende kündigt VRT-Wetterfrau Sabine Hagedoren Starkregen an: "Vor allem am Freitag erwarten wir viel Niederschlag und intensive Regenschauern. Es kann zwischen 10 und 20 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen. Am Samstag wird es etwas trockener, doch am Sonntag wird es wieder viel regnen."

