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Weihnachtsansprache von König Filip: Was will der König ohne Worte mitteilen

Während König Filip seine traditionelle Weihnachtsansprache an die belgische Bevölkerung hält, wandert das Auge der Kamera auch über die Kulisse, in der die Ansprache aufgenommen wird. Wer ist auf den drei Bildern zu sehen, die vor dem Kamin stehen? Wohin führt die offene Tür? Und warum knistert kein heimeliges Feuer im Kamin?

Martina Luxen Belga
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Es war die zehnte Weihnachtsansprache von König Filip (63), die vor wenigen Tagen auf Schloss Laken aufgenommen und pünktlich am Vorabend von Weihnachten ausgestrahlt wurde. Was will uns der König, über seine Worte hinaus sagen, wenn er das Volk über die Kamera sozusagen zu sich nach Hause einlädt? Nichts, auch nicht das kleinste Detail, wurde dem Zufall überlassen.

Der König sitzt längst nicht mehr hinter einem Schreibtisch, der wie eine Barriere wirkt, hinter dem sich die Hälfte der Figur verbirgt. In den letzten Jahren steht der König, sodass die Zuschauerinnen und Zuschauer die ganze Person zu sehen bekommen. In diesem Jahr steht er neben einem kleinen Tisch mit Adventskranz und drei Bilderrahmen.  

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Im ersten Bilderrahmen ist ein Porträt seines zehnjährigen Thronjubiläums zu sehen: Fotograf Michel Gronemberger fotografierte Filip und Mathilde auf Schloss Laken, wo die beiden mit ihren vier Kindern wohnen. Er verewigte das Königspaar damals sowohl in Gala als auch in ziviler Kleidung. In der Gala-Version trägt Filip seine Militäruniform und Mathilde ein violettes Galakleid des italienischen Modehauses Armani. Es ist aber nichts das glamouröse Foto, das Filip auf den Tisch stellt, sondern das informellere: er in einem schwarzen Anzug mit Krawatte, sie in einem weißen Kleid des Brüsseler Modehauses Natan.

Der zweite Rahmen zeigt ein Familienfoto: Filip und Mathilde mit ihren vier Kindern. Von links nach rechts: Eléonore (15), Gabriel (20), Elisabeth (22) und Emmanuel (18). Die Familie posiert auf den Stufen des Schlosses Laeken.

Dasselbe Bild wurde kürzlich als Weihnachtskarte von der königlichen Familie verschickt. Es wurde am Ende der Sommerferien fotografiert, als alle Kinder noch in Belgien waren. Elisabeth reiste kurz nach dem Fototermin nach Oxford, wo sie ihr drittes und letztes Studienjahr in Politik und Geschichte am Lincoln College absolviert. Auch Gabriel ist während der Woche nicht auf Schloss Laken, sondern im Internat an der Königlichen Militärakademie in Brüssel. Nur Emmanuel und Eléonore, die beide auf eine internationale Schule in Watermaal-Bosvoorde gehen, wohnen noch zu Hause.

Während der Weihnachtsansprache zoomt die Kamera auf das Familienfoto und zwar genau an der Stelle, an der Filip sagt: "Die Kraft der Hoffnung, das sind auch unsere Kinder und Enkelkinder."  

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Das dritte und letzte Foto zeigt Filip mit Emmanuel. Der jüngste Sohn feierte am 4. Oktober seinen 18. Geburtstag. Aus diesem Anlass veröffentlichte der Palast drei neue Fotos von ihm: zwei, auf denen er allein posiert, und ein drittes, auf dem sein Vater ihn bewundernd anschaut. Es ist dieses Foto, das auf dem Tisch steht.

Von allen vier Königskindern weiß man über Emmanuel am wenigsten. Aufgrund seiner Lernschwierigkeiten besuchte er viele Jahre eine Sonderschule, oft noch ein Tabu, das seine Eltern jedoch ihm zuliebe durchbrochen haben.  

Die Weihnachtsansprache, die bereits Anfang voriger Woche in den drei Landessprachen aufgezeichnet wurde, beginnt mit Luftaufnahmen von Schloss Laken. Dann sieht man König Filip durch die Gänge zu seinem Arbeitszimmer eilen. Diese Inszenierung ist neu, denn bis vor zwei Jahren fing die Kamera ihn ein, wenn er bereits am Schreibtisch saß oder seine Ansprache begann.

Während der Dreharbeiten bleibt die Tür offen. Eine bewusste Entscheidung, als Zeichen der Offenheit. Auf dem kleinen Tisch mit den Bilderrahmen und auf dem Kaminsims brennen Kerzen, aber es knistert kein Feuer im Kamin. Der bleibt aus, seitdem es 2018 Kommentare über diese "Heuchelei" gab: Der König machte auf das Klima aufmerksam, aber im Hintergrund wurde CO2-Emissionen in die Luft gejagt.

Philippe und Mathilde, die am Donnerstag ihre letzte offizielle Pflicht mit einem Besuch in einem Alten- und Pflegeheim in Chaudfontaine absolvierten, sind nun im Weihnachtsurlaub. Sie verbringen die Feiertage mit ihren Kindern. Es ist ein seltener Moment, in dem die Familie, einschließlich Elisabeth und Gabriel, zusammen ist.

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