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Wie Flandern in Zukunft Überschwemmungen in der Westhoek vermeiden kann

Die flämische Landesregierung hat einen Expertenbericht empfangen, der Empfehlungen enthält, mit denen Überschwemmungen, wie die in Westflandern vor einigen Wochen, vermieden werden können. Die flämische Regierung hatte diesen Bericht einer neu eingerichteten Taskforce aus Fachleuten selbst in Auftrag gegeben.  

Andreas Kockartz
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Die Überschwemmungen in äußersten Westen der Provinz Westflandern in der sogenannten Westhoek nach anhaltenden Niederschlägen vor einigen Wochen haben gezeigt, dass das Problem unbedingt angegangen werden muss. Der entsprechende Expertenbericht liegt jetzt vor. Er beinhaltet rund 60 konkrete Lösungen und Lösungsmöglichkeiten. Die flämische Landesregierung muss jetzt beschließen, welche Maßnahmen sie ergreifen wird.

Einer der Vorschläge ist, in der Ortschaft Stavele einen Deich zu bauen und eine höhere Kaimauer in Roesbrugge zu errichten ist eine weitere dringende Empfehlung. Zudem sollen zusätzliche Wasserpumpen an den Schleusen von Nieuwpoort und dem Industriegebiet von Diksmuide eingerichtet werden.

Auen und Auffangbecken

Der Bericht der Expertenkommission bzw. der Taskforce empfiehlt auch dringend viel mehr Auen und Wiesengebiete entlang der Flüsse und Kanäle, die Wassermassen und starken Regen auffangen und aufsaugen können.

Dies könne durch zusätzliche Becken gewährleistet werden, sagte Flanderns Landesministerin für öffentliche Arbeiten, Lydia Peeters (Open VLD): „Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass das Wasser langsamer stromabwärts fließt. Dazu müssen wir für Schwammlandschaften sorgen, die das Wasser gut absorbieren und die den Flüssen genügend Raum bieten.“

Sie könne auch nicht vorhersagen, Ob, wo oder wann es möglicherweise zu Landenteignungen kommen werde, so die flämische Liberale, doch man müsse auf jeden Fall damit rechnen.

Weitere Lösungsansätze

Nicht unwichtig ist auch, dass empfohlen wird, das Becken der Ijzer auszubaggern, denn der Fluss müsse vertieft werden. An den Ufern der Ijzer sind vor kurzem zahlreiche Ortschaften überschwemmt worden. Die hier genannten Arbeiten werden auf Unkosten von rund 70 Mio. € veranschlagt. Die Landesregierung muss den entsprechenden Plänen noch zustimmen.

In der Provinz Antwerpen wird ebenfalls antizipiert. Hier hat Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) beschlossen, 297,1 Hektar Land in überflutungsgefährdeten Gebieten in Naturgebiete umgewandelt. Das bedeutet, dass hier nicht mehr gebaut werden darf. Auch hier soll dem Wasser aus den Wasserläufen bzw. den Niederschlägen genügend Raum geboten werden, um Überschwemmungen, wie die in Westflandern, zu vermeiden.  

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